Nun hat der Gerhard erneut so einen Stangenwald gebaut, sagt sich mein Gorilla. Ja, ich habe es erneut versucht, sage ich ihm. Ich wollte schauen, wie weit ich damit auch technisch gehen kann.
Nun denn, meinen Gorilla hat das nicht überzeugt. Er meint wohl, ich solle ihm einen weiblichen schaffen, aber damals, als ich ihn schaffte, merkte ich, wieviel Arbeit darin steckt. Und ich werde es nicht mehr tun. Gleiches gilt wohl für dieses Stangentohuwabohu 🙂
Wieso versuche ich eigentlich konkrete Plastiken in Ton herzustellen, bei denen es im Prinzip auf Genauigkeit ankommt? Ein mir bekannter Künstler, Rene Vogelsinger, nutzt dafür spezielle Plastikplatten, die er zuschneidet und zusammenfügt. Da biegt sich nichts von allein, da entstehen keine Dellen, es entstehen durch das Schwinden des Wassers keine Unebenheiten, es zerrt nichts hier und dort beim Trocknen und und und. Nun, es ist eben mein Werkstoff.
Ausserdem transportieren meine konkreten Werkstücke ja schon allein die Idee einer geometrisch sauberen Struktur. Jeder sieht die Idee, kann sie sehen und somit ist sie in der Realität. Ein mir bekannter Künstler hatte einst eine Partitur in den Sand gelegt. Das geschriebene Werk war also präsent und existent, wenn auch nicht gespielt. Aber wer kann sagen, daß dieses Sandkunstwerk keine Musik darstellte/wiedergab?! Es muß ja nicht eigens zu Gehör geführt werden.
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Meine andere Leidenschaft neben der Keramik gilt dem Zeichnen, in verschiedenen Formen. Eine liebgewonnene ist die Aktzeichnung:
Das ist eine 3-Minutenstudie. Nur das Wesentliche betont und auch nicht völlig ausgeführt.