Tagesgedanken XXXI

Immer stelle ich mir die Frage, was es bedeuten würde, wenn der Mensch alles verstünde, also die physikalische Welt, den Aufbau seines Geistes und und und.
Nenn die Frage absurd oder dumm, das mag sein.

Wenn der Mensch alles verstünde, bliebe kein Rest mehr.
Und das kann ich mir nicht vorstellen!

Ich wundere mich, daß es offenbar noch keinen Beweis für diese Unmöglichkeit gibt. Für alles mögliche gibt es Beweise, etwa daß es Widerspruchsfreiheit in der Mathematik nicht gibt. So verstehe ich Kurt Gödel, ohne daß ich Mathematiker bin.

Der Mensch hat einen Apparat, mit dem er sehen und verstehen kann. Per se ist es eben ein Apparat. Wie soll ein solcher alles sehen können?

Das klingt so simpel, daß es eigentlich klar sein sollte, daß der Mensch scheitern muß, jemals die Welt in sich reinzuholen. In dieser Formulierung klingt ja auch schon die Unmöglichkeit auf.

Was aber dann ist erreichbar? Was an Verstehen kann der Mensch überhaupt erreichen? Selbst darauf scheint es keine Antworten zu geben.
Was, wenn er dunkle Materie und Energie “verstehen” würde, was für Fragen würden danach in Folge auftauchen?

Ich tröste mich derweil mit schönen Fotos:

Marienkäferchen mit Pilz

Auf dem Efeu gibt es viel zu beobachten.
Etwa ein Marienkäferchen, das von einem Pilz (Laboulbeniales fungus) befallen ist.
Wie ich las, sind diese Pilze auf bestimmte Insektenarten spezialisiert und leben parasitär auf ihnen.

Ich fand keine Informationen darüber, daß das für das Käferchen tödlich ist.