Tagesgedanken XLI

Im Oktober und November gab es hier wenige Sonnentage. Das setzt sich so fort.
Zeit vielleicht, fotografisch auf das Jahr zurückzublicken.

Dieses Jahr habe ich die allermeisten meiner Fotos von Insekten an den Naturschutzbund gemeldet, das im Gegensatz zu den letzten Jahren, wo ich das nicht tat.

Im Oktober waren es 223 Fotos, im September 179. Und so weiter und so fort.
1667 Funde insgesamt.

Einige Neuheiten 2024 für mich zeige ich nun, zunächst vom April:

Gesellig ist sie schon, sonst würde sie sich nicht zeigen.

Diese Art Winzlinge sieht man ja öfters. Hier war das Foto mal deutlich genug.

Eine der vielen Schwebfliegen. Gewöhnlich sieht man bei uns nur die Mistbiene bzw. Hainschwebfliege, selten mal eine andere Art wie hier!

Das war damals toll, sie im Garten vorzufinden! Sie hat Antennen, die ein Foto weit sprengen würde.

Blattwespen sind schon besonders. Viele wird man nicht gewahr, ich bin immer dankbar, mal eine gut fotografieren zu können.

Gustav Metzgers Kiste

Das Tower MMK Frankfurt zeigt eine Retrospektive des Künstlers Gustav Metzger, der eigentlich kein Künstler im herkömmlichen Sinne war.

Eine alte Kiste.
Der Boden leicht gefüllt mit leeren Batterien.

Wieviel werden es sein?
Meine Schätzung ist: 500 Batterien.

Eigentlich nicht viel. Die Führung, die wir im Museum geniessen konnten, ging nicht auf dieses Werk von Metzler ein. Vielleicht, weil die Idee offensichtlich zu sein scheint.
Metzler hatte ja den Konsum, etwa Billigstflüge, im Auge. Darauf wiesen viele Exponate im Museum hin.

Der Führung gegenüber erwähnte ich Chris Jordan.
Den kannte er nicht. Dessen mahnende Werke liegen ja auch schon eine Weile zurück, sind jungen Leuten sicher nicht vertraut…

Chris Jordan: Running the Numbers: An American Self-Portrait, begonnen 2005.

Hier im einzelnen zu sehen.

In Deutschland ist das Recyceln von Batterien nach meinen Informationen gut geregelt.


Üppigkeit

Zu einem Bild aus Myriades aktueller Impulswerkstatt…

Als ich diese Schneelandschaft sah, mit jemand, der gerade einen Schneemann baut, fiel mir das Adjektiv “üppig” ein.
Schnee gab es ja zu meiner Kindheit reichlich und üppig.

Was gibt es da für Synonyme? Reichheit, Vielfalt, Oppulenz…Fülle. Alles Worte, die etwas ähnliches beschreiben.

Fülle ist ein Wort, bei dem es nicht primär um eine Oppulenz geht, sondern um “positiven, unschuldigen”, , erlebten Reichtum.
Wenn ein Tag Fülle aufweist, dann ist er meist sehr gelungen. Dann ist er so, wie er sein soll. Ein Mehr gibt es dann nicht!
Man darf Freude empfinden, wenn sich ein Tag so entwickelt:
Etwas Besonders erworben haben, ein gutes Gespräch geführt haben, etwas gefixt haben, etwas verstanden haben, die Natur in ihrer Schönheit direkt erlebt haben.
Ohne Sorgen gewesen zu sein…

Das Wort Fülle gefällt mir.
Allein die Gier nach Fülle nicht. Da wird für mich ein Rubikon eine Grenze überschritten.

Drabble Dienstag – Im November

Wieder nehme ich an einem Drabble-Dienstag teil, hier von Puzzle ausgerufen.
*

Erna, die vom Klassentreffen zurückkam, bezeichnete dieses als sehr schön und wohltuend. Aber sie war auch froh, wieder zuhause zu sein.
Dem Mittelalter zugehörig, das waren die allermeisten.
Obwohl, ganz stimmte das so nicht, denn so mancher hatte schon Operationen hinter sich. Die üblichen Sachen: Gelenke und Bandscheiben.

Einige wenige wirkten schon alt. Kein Wunder, dachte Erna, sie hatten ihr Dorf ja nie verlassen. Sowas soll des öfteren vorgekommen sein.

Irgendwie verschieden waren sie trotzdem alle. Es gab kaum eine gemeinsame Klammer. Nur das ungefähr gleiche Jahr, in dem sie ins Leben getreten waren, war das gemeinsame Band.
Sonst nichts.