

Mein letzter Post ging um die Spannbreite meiner kreativen Tätigkeiten zur Zeit.
Diese obige Arbeit in Ton hatte ich wohl im Frühjahr angefertigt, danach nichts mehr.
Mit der Glasur TAIGA glasierte ich gestern diese Arbeit.
Es war schön, wieder an einer Plastik zu arbeiten.
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Als junger Mensch liebte ich das Joggen. “Das ist Gold!” sagte ich zu mir, jeden federnden Schritt geniessend. “Das kann mir keiner nehmen!!”.
Doch! Es konnte genommen werden. Nur wusste ich das damals noch nicht. Der Verlust lag um die Ecke.
Die verlorene Jugend, das verlorene Leben:
Mein Vater war ein grosser Läufer, qualifizierte sich für die Studentenolympiade in 10000 m. Diese wurde dann aber nicht mehr ausgetragen, weil der Krieg begonnen hatte. Da ging es ums nackte Überleben, nicht mehr um olympische Ehren.
Auch bei mir ging es ums nackte Überleben, als ich vier war. Eine ominöse Krankheit, gegen die es zuletzt dann doch ein amerikanisches Medikament gab. Meine Mutter hatte schon ihr 1. Kind verloren und ich denke, diese Zeit war der reinste Horror für sie gewesen.
Vielleicht sollte man an solche Zeitenläufte gerade jetzt zurückdenken.

















