Wenn ich auf Flurpfaden unterwegs bin, betrachte ich mir oft die Verläufe dieser Strassen. Sie winden sich, führen leicht bergab und wieder bergauf.
Bäume , Sträucher, Pfosten und Grenzsteine säumen diese Strassen. Sehr oft ist da nicht mehr als diese wenigen Attribute.
Wieviele km an Flurstrassen gibt es wohl in Deutschland? Und wenn es unendlich viele km gibt, kann es denn nicht sein, daß so manche Verläufe dieser Strassen wiederkehren?
Ich kann mir vorstellen, daß ein Wanderer ein und diesselbe Ansicht eines Teilstücks solcher Flurpfade in ganz verschiedenen Regionen Deutschlands angesichtig werden kann. Man müsste diese Verläufe „nur“ in ihrer Gesamtheit fotografieren und einem Programm übergeben, das die Strassenstücke auf ihre Ähnlichkeit hin zusammenstellt.
Ich fände es berückend, eine Zusammenschau fast gleicher Abschnitte zur Verfügung zu haben. Natürlich wäre eine Umsetzung solch eines Projekts schwer, fast unmöglich, aber mir gefällt einfach diese Idee.
Vielleicht diente so etwas als Anregung, ein Strassengestrüpp zu zeichnen oder waren es ursprünglich die Highways in den USA?
Jedenfalls war es inspirierend für mich, mir ein Strassengeflecht vorzustellen, dessen Ebenen sehr in die Tiefe gehen und in dieser scheinbar kein Ende finden.
Diese winzige Keramik habe ich sehr gerne.
In Null-Komma-Nichts aus einem Reststück Ton geformt.
So soll es sein: Mit ein paar Griffen etwas formen, das Aussagekraft besitzt.
Unlängst erwähnte ich das Buch “Wie funktioniert die Welt?”, herausgegeben von John Brockman (übersetzt von Sebastian Vogel).
Fast 200 Wissenschaftler wurden 2012 in der edge-Umfrage gebeten, ihre tiefste und eleganteste Erklärung zu benennen:
Mir gefiel eine Erklärung des Linguisten John McWorther besonders, der den merkwürdigen Sachverhalt anführt, daß Gliederfüssler (also z.B. der Mensch) und Chordatiere (etwa die Garnele), die einen deutlich gemeinsamen Grundbauplan besitzen, sich darin unterscheiden, daß bei den einen (Garnele) das Rückrat vorne und die Därme hinten liegen, bei den anderen ist das aber genau umgekehrt.
Hier was John McWorther als Erklärung für das Phänomen schrieb: