Dieses verquere, verwrungene Objekt voller Krümmungen fertigte ich kürzlich.
I recently made this quirky, tangled object full of curvatures.
Category: Keramik
Dieses verquere, verwrungene Objekt voller Krümmungen fertigte ich kürzlich.
I recently made this quirky, tangled object full of curvatures.







Dieses Doppelwandgefäss unten hatte ich vor vielen Wochen gefertigt.

Weil es einen kleinen Haarriss an der Lippe hatte, den man oben nicht sehen kann, entschloss ich mich, es nochmal zu brennen.
Mit Paperclay (Gemisch aus Ton und Zellulose) füllte ich diesen Riss auf, bestrich die Stelle danach mit der verwendeten Glasur und stellte es jüngst erneut in den Ofen.
Leider brach bei diesem Brand eine Einlageplatte, die auf Tonfüssen stand und krachte in mein Gefäss.
Nun war noch mehr kaputt. An zwei Stellen tief eingekerbt und der Boden hatte einen fetten Riss.
2 Möglichkeiten gab es: Das Ganze zu zertrümmern oder es erneut auszubessern.
Also entschloß ich mich für Variante 2 und brannte es zum 3. Mal.
Hier das Ergebnis:

Wenn man genau hinschaut, sieht man die Ausbesserungen (die man auf dem Foto jetzt nicht sehen kann). Aber dieses mein grösstes Doppelwandgefäss wollte ich einfach nicht entsorgen.
Die Glasur ist durch den 3-fachen Glasurbrand dunkler geworden.




English below
Dieses Objekt schuf ich vor der Coronakrise.
Mir war danach, ein Objekt aus primär geometrischen Fragmenten aufzubauen – eine Idee, die ich vor vielleicht 8 Jahren mal in 2 Exponaten verfolgte.
Nun passt dieses Objekt ganz schön in unsere Zeit. Wie so oft, wenn man etwas Abstraktes schafft, bieten sich allerlei Assoziationen.
Das Objekt ist recht schwer. Und schaffte es offenbar, eine Ofenplatte zum Zerbrechen zu bewegen, nicht ohne andere zu brennende Objekte dabei zu beschädigen, auch u.a. ein grosses Duoppelwandgefäss von mir. Das aber nur nebenbei.
Ich mag diese kompositorische Idee, wenn sich Elemente zusammenfügen und ein grösseres Ganzes dabei schaffen. Ganz im Gegensatz zum abgetragenen Berg ist hier ein Aufbau verzeichnet und gemeint worden. Ein Auftürmen von unterschiedlichen Beiträgen, ein Zusammenfügen, ein Ineinanderfügen, eine bedachte Zusammenarbeit, ein Ganzes. Wie ein Termitenbau fast, aber geschaffen von einem Wesen, dem man gemeinhin das grösste und mächtigste Bewusstsein der Arten auf der Erde zuschreibt.
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I created this object before the corona crisis.
I felt like building an object out of primarily geometric fragments – an idea that I pursued in two exhibits maybe 8 years ago.
Now this object fits quite nicely into our time. As so often when you create something abstract, there are all sorts of associations.
The object is quite heavy. And apparently managed to make a stove top break, not without damaging other objects to be burned, including a large double wall vessel from me. But only by the way.
I like this compositional idea when elements come together and create a larger whole. In contrast to the worn-out mountain, a structure has been recorded and meant here. A piling up of different contributions, an assembly, a careful collaboration, a whole. Almost like a termite burrow, but created by a being to whom the greatest and most powerful consciousness of the species on earth is generally attributed.
Sechs Elemente – allesamt verwrungene hochhäuserähnliche Strukturen.






Ich mag diese Idee, schlicht und doch wirkungsvoll.
Diese Elemente sollen auf eine Einsenstange im Garten thronen.
Ich habe sie mal zur Probe in der Werkstatt aufgereiht:
