Doppelwandgefässe habe ich schon einige konstruiert in meiner jungen/alten Keramikkarriere. Die folgende Form hatte ich vor 2 Monaten zeichnerisch vorbereitet gehabt, um mir sicherer zu sein, daß die Idee zu einer sinnvollen Variante führt.
Das Objekt ist 35 cm im Durchmesse, die Innenschale 15 cm.Die Glasur wurde ausgegossen und durch Schwenken des Gefässes verteilt. Übergelaufenes mit dem Schwamm entfernt.
Ich habe Ideen in peto, dieses Prinzip nochmal weiterzuführen. Dann muss ich mich wieder etwas in die Werkstatt vergraben.
Noch ist nicht Schicht im Schacht, noch gibt es sommerliche Temperaturen.
So am Samstag, ach in Sommerhausen!
Sommerhausen ist eine Künstlergemeinde. Da hat Veit Relin, der Zeichner, Schauspieler und Produzent einst das Torturmtheater gegründet.
Im September gibt es einen guten Keramikmarkt, an dem wir auch teilnehmen.. 28 Aussteller sind es diesmal , die ihre Produkte einem fachkundigen Publikum präsentieren.
Wir hatten einen Stand am Hauptplatz, dem “Plan”.
Hier ein Teil unseres Standes.
Eine schöne Begegnung hatten wir mit fünf Schwedinnen. Sie kennen sich seit über 50 Jahren und machen hier im Fränkischen immer Urlaub.
Wunderbar leicht und frohgestimmt, diese Frauen!
Am Samstag war viel “Auftrieb’, eine Menge an interessanten Menschen!
Witzig war, dass ich einer Koryphäe der Uni etwas über Theoretisches aus der Biologie erzählte , er aber nicht durchblicken ließ, dass er vom Fach war und zudem Beiträge zur Photosynthese veröffentlicht hatte . Das erfuhr ich erst später, da ich den Namen seiner Frau kannte. Zuhause recherchierte ich dann ein wenig.
Dasselbe ist mir mal in Istanbul passiert, als ich jemand etwas über Musik erzählte, der, mir nicht bekannt, ein bedeutender Jazzmusiker in istanbul war.😀
Jedenfalls waren die acht Stunden vor Ort ein so dichtes Erleben wie selten!
Hier sind meine Bärchen nach dem Glasurbrand. Leider hat sich nur die erste Schicht der Farbpigmente mit den Körperchen verbunden. Die dann darauf liegenden Pigmente lösen sich ab.
Ich habe daher eine deckende Schicht darauf getan, sodaß sie nochmal nachgebrannt werden müssen.