Category: Keramik

Ein Glasurbrand steht an

Fünf Objekte waren schon länger schrühgebrannt. Nun glasierte ich sie endlich – und zwar mit der Technik des Tauchens.

Eines der geschrühten, d.h. erstgebrannten Objekte:

Ein weiteres:

Auch das “G” braucht eine Glasur, dann kann es auch im Garten stehen:

Nach dem Tauchen in zwei Glasurkübeln ( vier mal je Objekt mit jeweils Pausen dazwischen) stehen die Objekte zur Nachbereitung an:

Mein persönlicher “Buchstabensalat”:

Eine Detailaufnahme:

Nachbereitung:

Pusteln müssen sorgsam glattgestrichen werden, sonst platzen sie evtl beim Brand auf., durch die eingeschlossene Luft.
Zum Stand hin müssen Dicken entfernt werden, sonst fliessen diese evtl. auf die Platte und verbinden sich mit ihr. Dicken sonst müssen durch leichtes Abschaben verdünnt werden.

Der Stand selber muss peinlich von Glasur befreit werden. Zunächst mit einem Messer, dann mit einem Schwamm.

Bei dieser Reinigung platzt gelegentlich Glasur ab. Diese muß dann mit einem Pinselstrich überdeckt werden, aber so, daß eine (mechanische) Verbindung entsteht.

Diese ganze Prozedur bedeutete Stunden an Arbeit.

Wenn durch den Glasurbrand farbliche Mängel entstehen sollten, muß nochmal nachglasiert werden.

Fehlerhaft glasiert

Diese obigen Objekte waren durch einen Glasurbrand gegangen, das mittlere davon möchte ich hier noch zeigen:.

Wie man unten sieht, hat jemand 😉 in die Glasur gefasst und damit Flecken , noch dazu tiefe, erzeugt.

Vermutlich also werde ich es nochmal glasieren.

Dazu muss das Objekt im Backofen erhitzt werden und dann neue Glasur aufgetragen werden. Nur im heißen Zustand nimmt das Objekt nochmal Glasur auf.

An der zweiten Aufnahme sieht man auch an einer Stelle links ,dass Akuratesse beim Formen aus Ton zwar wichtig ist, aber eine unterschiedlich dicke Glasur diese Haltung nachträglich untergraben kann.

Mach was dagegen !

Konglomorat in neuem Gewand

Diese obigen Objekte sind nun durch den Glasurbrand gegangen.

Das vordere zeige ich zuerst. Man könnte ein umgedrehtes Herz darin sehen:

Das Objekt wurde mehrmals in 2 Glasurkübeln getaucht.

Dadurch ergaben sich Überlappungen und Trennlinien.

Witzig finde ich diese Dreifachspur links

Bis zum Glasurbrand waren tatsächlich viele Wochen vergangen. Geformt hatte ich die Objekte noch im alten Jahr.