Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben. Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.
Unterwürfigkeit verschuldet verjubeln.
Die Worte sind von Werner Kastens.
Folgende Auslassungen haben nicht mit einer speziellen Person zu tun.
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Das Regen, sagt man so?!
Es ist jedenfalls allgegenwärtig zur Zeit. Deshalb habe ich es verdinglicht, hahahaha. Also: Den Regen akzeptieren bis hin zur Unterwürfigkeit, was bleibt uns sonst übrig ?
So werden jedenfalls die Tage verjubelt, Aussenaktivitäten fast Fehlanzeige. Auch meine Insekten sind echterdings mürrisch geworden, kann man es ihnen verdenken?
Verschuldet hätten wir das alles schon vor längerer Zeit, erwiesen ist das aber keinesfalls, nie nicht ! Wie man uns ja auch länger schon von bestimmter Seite versichert.
Nein, nichts ist erwiesen!! Es gibt auch keine Evidenzen. Nichts von alledem. Und wer so redet, der nimmt unsere Chancen nicht ernst! Und die haben wir als Menschheit gewiss, sind wir doch die hellste Art auf Erden und haben schon ganz andere Dinge gemeistert. Lass die alle nur mal reden. Lasse sie. Sollen sie reden! Immer nur reden! Sollen sie baldowern, sollen sie das Dunkle herbei zitieren, ICH selbst glaube an gute Zeiten. Hinterher, merke: hinterher… wird man sagen: An welche Dystopien haben die denn da damals geglaubt?! So was von lächerlich. Unterwürfig, so etwas zu glauben…
Das obige Foto von Myriade in ihrer neuen Folge der Impulswerkstatt lässt mich an so manch Gelesenes über Augen zurückdenken.
Simon Ings schrieb 2007 ein populärwissenschaftliches Buch über das Auge, das dann 2008 in Deutsch erschien.
Das war meine erste populärwissenschaftliche Lektüre über das Sehen. Ich ging das Buch vor kurzer Zeit noch ein zweites Mal durch. Ings beleuchtete das wohl erste Sehen im Tierreich, das lediglich den Ort der Lichtquellen ausfindig machte, um sich die Energie des Lichts nutzbar zu machen. Mehr als Augengruben waren das nicht oder sogar noch rudimentärere Detektoren. Der Weg hin zu den hochentwickelten Augen der Jetztzeit im Tierreich war ein sehr langer Weg, der so manche Zweifler auf den Plan rief. Wie sollte denn eine solche Entwicklung, ganz von alleine, “in relativ kurzer Zeit” vor sich gehen?! Menschliche Augen und der dazugehörige “Gehirn-Apparat”, der die Lichteindrücke adäquat verarbeitet, sind ein solch komplexes Gebilde, daß man dachte, daß die Zeit dafür, selbst 500 Millionen Jahre, mit reinem “Trial and Error” nicht ausgereicht haben konnte.
Aber sie hat ausgereicht.
Die Nutzbarmachung aller möglichen Informationsquellen, sei es Magnetismus und Elektrizität, Licht, Tastinformationen, Riechinformationen ( und auch inwendige Informationen) wurden m.E. im Tierreich genutzt, sobald man ihnen irgendwie habhaft werden konnte. Alles Leben auf Erden, sei es Pflanzen oder Tiere, “war bestrebt”, diese zu nutzen. Was ergründbar war, wurde in der Natur “angegangen”, die möglchen Informationen in der Evolution genutzt.
Nenne den Motor dahinter Selektionsdruck oder etwas anderes. Diese Auffassung ist meine eigene laienhafte Überlegung dazu.
Kürzlich las ich, wie Insekten eigentlich auf einem Blatt landen. Sie tun das, indem sie beim Anflug das Vorbeigleiten der Umgebung wahrnehmen und das charakteristisch schneller werdende Umgebungsbild als Hinweis nutzen, wie weit denn ein Aufsetzen zeitlich weg ist. So landen sie dann sicher. Man vergleiche das mit dem Landevorgang eines Flugzeugs. Wenn im Kabinenfenster die Bilder auf bestimmte Weise zu rasen beginnen, dann weiß man: Das Aufsetzen ist nicht weit entfernt.
Auch beim menschlichen Auge gibt es noch vieles zu entdecken.
Es gibt Seeinformationen, die nicht bewusst werden, die aus irgendwelchen Gründen sozusagen “den Bildschirm des Bewusstseins” nicht erreichen. Und dennoch intern verarbeitet werden und eine Entscheidung oder ein Verhalten beeinflussen können.
Wir wissen das alles natürlich längst (unterbewusste Beeinflussung) ,es aber im Detail nachweisen zu können, ist etwas anderes.
Damit will ich meine kleine Betrachtung beenden.
P.S. Im aktuellen Beitrag von Joachim Schlichting (Picasso in Münster) geht es auch um Wahrnehmungstheoretisches und zudem nicht wie bei mir aus der Sicht eines Laien.
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Unterwürfigkeit verschuldet verjubeln.
Die Worte sind von Werner Kastens.
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Das obige Bild erinnert mich an die jüngste Pandemie, die uns ja in Zwangslagen versetzte.
Ich entdeckte damals bei einem Spaziergang ein Heftchen eines Theaters, das in einer Baumhöhle eingezwängt war, ähnlich dem Foto oben. Daraus entstand bei mir im Blog eine Reihe, die “Aussenkunst” aufzeigte, also Kunst nicht in Galerien, sondern im Freien. Da gab es so manches auf meinen Spaziergängen, das wie eine bewusste Installation wirkte.
Man sprach damals (auch) von Unterwürfigkeit dem Staat gegenüber, von selbst verschuldetem Gehorsam.
Ein alter Mann sprach mir damals davon, daß diese Jahre ihm wie verjubelt vorkommen, denn er sei schon sehr alt und es schmerze ihn, daß er gerade diese Jahre so verbringen müsse.
Im Nachhinein ist man immer schlauer. Hinterher rückt man meist manches zurecht. Doch das Zurechtrücken geht ja so weiter. Auch ältere Geschichte wird zurecht gerückt, immer wieder, so wie die Kontinentaldrift unter unseren Füssen. Diese betrifft aber geologische Zeiträume und wir sprechen ja von der Menschheit, die erst seit kurzem auf dieser Erde weilt. Und was soll man zur Menschheit sagen? Dazu fällt mir wenig ein, ich bin ein wenig vom Glauben abgefallen. Vielleicht sollte man nur noch positive Nachrichten senden, das wäre es vielleicht?! Denn solche gibt es gewiss. Aber ihnen scheint immer ein “Aber” anzuhängen, da sieht man, wie sehr das Negative zieht. Nicht umsonst ist die Erde ein riesiger Magnet und da Physik überall wirkt, wird sie auch bis tief in unsere Gehirnwindungen wirken.
“Den Tag geniessen”, das sagte mir wiederum einst ein alter Mann. Eine Formel, die ich schon oft gehört habe und die auf mich etwas stupid wirkt. Aber wieso nicht auch eine solche leere Formel wie eine Lehre beherzigen?! Das wärs doch oder?!
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Krisenmodus faul empfehlen
Wow, Hans, das 5te Bier, in so kurzer Zeit!
Das fährt mich runter, Rolf, das tut gut.
Ja dann.
Hans hatte bald das 8. Bier. Faul war er nicht beim Ordern. Rolf war beim zweiten, das war die Menge, die man gemeinhin höchstens empfahl.
Hans muss wohl im Krisenmodus sein, dachte sich Rolf. Aber er wirkte so keinesfalls. Putzmunter war er und voller Esprit! Ein Magnet! Allseits beliebt!
Elfriede hatte Rolf kürzlich gesteckt, dass Hans das schon Jahrzehnte so hält. Zwar erinnerte sich Rolf an den alten Ludwig, den man nicht anders als betrunken kannte und der ein wahrhaft biblisches Alter erreicht hatte, aber dennoch machte er sich Sorgen. Das nächste mal wollte er Hans dann doch ins Gewissen reden. Aber auf das Wie kam es dabei an. Und da war er ziemlich unsicher! Er brauchte ihn weiterhin als Freund. Verderben wollte er es sich nicht mit ihm.
Nein, er wollte das weiter beobachten. Das ist das richtige, dachte er sich.