
Immer mehr von dem immer Gleichen?!
Jetzt, Ende Oktober, scheint eine Zeit erreicht, in der man als Naturfotograf im Bereich Insekten immer noch eine Fülle von Aufnahmen machen kann, aber die “Darsteller” scheinen nunmehr immer die gleichen zu sein: Schwebfliegen, Fliegen, Bienen und Wespen. Ab und zu auch Marienkäferchen, aber die gehören ja ohnehin immer dazu.
Der Fotograf wird müde.
In der Kunst, so scheint es, wiederholen sich auch die gezeigten Dinge. Auf diesen Gedanken könnte man bisweilen kommen.
In der Gustav Metzler Ausstellung in Frankfurt sah ich einen Videoraum mit 7 Paneelen. Schon oft so gesehen.
Das zunächst einzig Interessante war, daß diese Schau ursprünglich genau so in den 60ern entstanden ist.
Auf den Paneelen spielten sich elementare Prozesse ab wie etwa ein sich ausbreitendes Fluidum.
Eine Führung rückte dann diesen Raum mehr ins Konkrete:

Die Installation besteht aus Projektoren, von denen ein jeder einen Objektträger mit Flüssigkristallen enthält.
Die Projektoren sind mit rotierenden Polarisationsfiltern sowie einem Kühl- und Heizsystem versehen, die die Flüssigkristalle entweder verflüssigen oder gefrieren lassen.
So entstehen psychedelische Effekte mit sich ständig ändernden Formen und Farben.
Die Flüssigkristalle beziehen sich auf die damalige Erfindung für Bildschirme.
Das ständige Kommen und Vergehen bezieht sich auf die Zeit und unsere Lebensspannen.
Was kommt, ist nie (ganz) das Vorhergehende, wenn es auch so scheint.



