
Vipsammelei
Vipsammelei, Collecting Vips, WAS verstehe ich darunter?
Nun gut, wenn man also Prominente sammelt.
Wenn man auf einen solchen stösst, ihn in ein Gespräch verwickeln.
Mein Nachbar ist so jemand. Kein Prominenter selbst, aber mit Prominenten in Kontakt treten, das ist ihm sehr wichtig.
Mit diesem Nachbarn habe ich seit Anfang des Jahres kaum mal ein Wort gewechselt, obwohl wir uns öfters mal sehen, vor der Haustüre. Auch waren wir schon gemeinsam vor 4 Jahren in Urlaub.
Wenn der Nachbar in eine Veranstaltung geht, etwa in ein Konzert, mit einem sehr bekannten Pianisten, dann spricht er schon mal eine Stunde mit ihm – wenn sich die Gelegenheit bietet. Er selbst ist kein Musiker und er hört gewöhnlich nicht das, was dieser Pianist auf seinen CDs verlautbart. Doch das tut nichts zur Sache. Er hat sicherlich schon 527 Kontakte mit Prominenten gehabt. Seien es vielleicht auch nur 301, das tut nichts zur Sache.
Nichts zur Sache tut es.
Und nun zu der entscheidenden Frage: Wieso bin ICH nicht berühmt?! Wäre ich das, würde ich den Nachbarn kaum loskriegen.
Ich bin aber nicht berühmt, nur Keramiker, Naturfotograf und Schachspieler, alles Nischenexistenzen !!!
In Nischen hausen. Sich dort gemütlich umtun. Das kann ich!
Ich könnte DAGEGEN Ausstellungen machen. Ich könnte einige Naturfotos der örtlichen Zeitung schicken. Ich könnte auf Turniere fahren.
All das mache ich nicht.
Selber blöd.
Technologieoffen
Für mich das Unwort des Jahres – oder zumindest einer dieser. Man will sich alle Türen offenhalten, auch schon längst verschlossene.
Treppenexistenz
HJ Schlichting zeigte unlängst eine Pariser Treppe.
Das lies mich an eine Kritzelei in einem Notizbüchlein denken, das ich vor mehr als 20 Jahren gerne in der Jackentasche mit mir rum trug:

Was ging mir 1999 durch den Kopf, als ich das mit einem Filzstift hinkritzelte?!








