Author: kopfundgestalt

Zeichnen um des Zeichnens willen

Ich war wieder mal beim Aktzeichnen.

Das junge Modell stand je 10 Minuten für 10 Zeichnungen.

Da ich an diesem Abend schnell war, zeichnete ich insgesamt 17 Posen.

Die 12te Zeichnung:


Alle 17 Zeichnungen waren gut.
Ich wollte eigentlich mindestens 7 davon zeigen, entschied mich jetzt aber dagegen.

Ich stellte dann doch fest, daß zuviel an Schönheit sichtbar werden würde – und dies ist ja ein Blog, in dem es nur darum geht, meine Aktivitäten anzuzeigen.

Wer bist Du?

Sehr winzig, sieht wie Streu aus:

Es ist die Rebenblattzikade

Daß es kein Streu war, merkt man nach kurzer Zeit, denn das winzige Tierchen flieht dann meist an die Blattunterseite. Oder es fliegt davon. Es durchmisst dabei den Luftraum sehr rasch!

So klar hatte ich sie noch nie fotografiert!

Tagesgedanken XXXV

Über das Zuhören.

Es wird nicht richtig zugehört. Und es wird in Aussagen etwas hineininterpretiert, was gar nicht Bestandteil des Gesagten war. Nicht mal als unterbewusste Message.
Es gibt wahrlich so manche Tücken in der Kommunikation, trotz gelegentlich starker Bemühungen, es richtig zu machen.
Es gibt Versäumnisse, und man drückt etwas nicht aus.
Man steht nicht Rede und Antwort für das Gesagte, ist nicht zu erreichen.
Man kennt seine eigenen Motivationen und Hintergründe nicht, auch nicht die des Gegenüber.
Man reisst etwas aus dem Zusammenhang und baut darauf seine Kommunikation auf.

Menschlich, allzumenschlich, so könnte man das Tohuwabohu menschlicher Kommunikation bezeichnen. Aber kann man sich mit “Ist halt so” zufriedengeben?!

Bukowski

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Unterwürfigkeit
verschuldet
verjubeln.

Die Worte sind von Werner Kastens.

*

Hans begehrte immer auf, er lies kaum was gelten. Jedes Argument warf er mit Donner zurück. Aus gegebenen Zahlen machte er viel grössere, um das Versagen der Regierung zu brandmarken!
Er kannte stattdessen nur eine einzige Unterwürfigkeit in seinem Leben und das war dem Alkohol gegenüber.
Seine Gesundheit hatte er schon verjubelt, aber verschuldet war er nicht. Als ihn ein Kumpel zum Poker überreden wollte, mit “Magst?!”, da hatte er nur Zähnefletschen für übrig.

So billig lies er sich nicht kaschen! Obwohl, einmal, als er mitspielte, setzte er alles auf eine einzige Karte und ausgerechnet die kam! Alle schüttelten den Kopf: Wie kann man mit leerer Hand so ein Risiko eingehen?! Bekloppt! Aber Hans war einfach unberechenbar. Zog das Geld ein und ging heim zu seiner Flasche.

Er hatte ja ein Vorbild und das war Bukowski, der große Charles! Zwar hatte Hans kein Talent für Geschichten (“Kaputt in Hollywood”) wie Bukowski, aber er hatte ein Foto von ihm in seiner Stube hängen. Bukowski ganz in Rauch gehüllt, denn Bukowski war ja auch ein starker Raucher. Und er kannte sehr wohl das Wettspiel, das war seine dritte Sucht.
Von weiteren Süchten mag ich jetzt nicht reden.