Einen Tag mit …

Es gibt ja eine Art Gedankenspiel, in dem man sich wünscht , einen Tag mit jemand zu verbringen, der einen inspirieren könnte.

Hätte ich die Wahl zwischen einem Granden des Schach, einem Welt-Künstler oder einem Top-Entomologen, könnte ich mich nicht entscheiden.

Bei anderen Koryphäen wie einem Philosophen, einem Historiker, einem guten Schauspieler oder einem Athleten hätte ich zwar auch deutliches Interesse, könnte aber kaum profitieren, weil die Kluft zwischen seinem und meinem zu groß wäre.

17 thoughts on “Einen Tag mit …”

  1. Künstler säumen meinen Weg, seit ich mich erinnere. Keine Welt-Künstler aber inspirierend, weniger durch ihre Werke als ihre Art zu leben. Warum sie mir begegneten, wo immer es mich auch hin verschlug, hat mich oft gewundert, da ich selbst keine Künstlerin bin (in meinen Ohren klingelt Beuys). Manchmal denke ich, es hat mit Vorleben zu tun, aber das ist natürlich Spekulation.

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  2. Deine Zeichnung gefällt mir weitaus besser als der Gedanke, mir jemand Berühmtes zu suchen, mit der oder dem ich sprechen möchte. – Auf jeden Fall müsste das in wunderschönstem Hochdeutsch passieren – sonst wäre es rausgeschmissene Zeit für beide – also am besten jemand von den Tagesschausprechern verschiedenster Sender – da würde mir schon jemand einfallen – vielleicht nehme ich Ingo Zamperoni, den finde ich so gut.

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  3. Klingt spannend. Spontan weiß ich aber nicht, mit wem ich gedanklich jetzt 1 Stunde verbringen möchte. Vielleicht mit jemandem, der auch gerade Mittagessen kocht aber bitte kein Star Koch, sondern auch eher ein Improvisationskoch

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  4. Die Zeichnung passt gut zum Thema des abwägenden Gedankenspiel, bei dem ein Vorzug hervorgehoben und wegen eines anderen Arguments wieder fallengelassen oder auch wieder darauf zurückgekommen und dennoch ein weiterer Gedankengang eingeschlagen wird.

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  5. Mit Künstlern zu sprechen, finde ich ziemlich schwierig, weil jeder seine eigene Sprache entwickelt hat. Und wenn man dann in der üblichen Sprache miteinander redet, verfehlt man leicht das Thema.

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    1. Der Künstler wird seine Vorgehensweise wohl nicht umfassend verbalisieren können. Deswegen schreiben ja Künstler selten über ihre Werke. Sie würden sie zudem reduzieren.
      Texte von Kuratoren in Katalogen, so stellte ich fest , sind entweder zu blumig oder zu intellektuell.

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