
Eine Frau steht mit ihrem Mann in einer Viererrunde.
Der Mann berichtet von den Plänen des Paares in den nächsten Wochen: Reisen, Geburtstagsfeiern ect.
Während seiner Ausführungen scheint seine aktiv wirkende Frau mit den Lippen die Worte ihres Mannes “simultan nachzubeten”. Eigene Anmerkungen zum Erzählten scheinen das nicht zu sein, die sie mit ihren sparsamen, aber doch regelmässigen stillen Mundbewegungen andeutet.
Solche Mundbewegungen macht man wohl sonst bei Verdeutlichungen, Erweiterungen oder Korrekturen, wenn man sie tatsächlich ausspricht.
Sagen will sie aber selber nichts, auch nicht mit Worten einfallen, alles ist lediglich eine Art von intensiver Begleitung.
Sie schiebt auch später nichts nach. Es ist definitiv nicht so, daß es ihr nicht erlaubt ist, dazwischenzufunken. Sie ist vollkommen ebenbürtig.
Sie begleitet ihren Mann sozusagen wie eine (stille) Singstimme am Piano.
Ihr Verhalten ist ungewöhnlich, deshalb reflektierte ich hier darüber.

Dort und da
offenbart sich
ein neuer Gedanke
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Der wäre hier?
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Beide wissen es besser.
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Sofern sie es selbst durchschauen.
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Um gleichzeitig stattfindende Ereignisse zu verstehen, müssen Personen, die über Fakten und überprüfbare Wahrheiten verfügen, befragt werden. Ihre Aussagen müssen falsifizierbar sein, da die Sachlage sonst reine Vermutung bleibt.
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Es gibt so etwas wie die Macht von Indizien. Wenn sie überwältigend in der Fülle sind, kann man “den Stempel drauf machen “.
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In der Gleichzeitigkeit akausaler Phänomene kann niemand das Ereignis nach seinem eigenen Empfinden definieren.
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Ein Phänomen, das ich auch schon gelegentlich beobachtet habe. Es ist als gäbe es zwischen beiden eine direkte Leitung.
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😉
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Puh … Etwas ziemlich Ähnliches habe ich früher häufiger beobachtet und ich erinnere mich gut, dass es mich innerlich immer zum Brodeln brachte.
Interessant finde ich nun, dass das von mir beobachtete Paar auch in einer Symbiose lebte. Er durfte nichts ohne sie tun. Als sie nicht mehr gut gehen konnte, durfte auch er beispielsweise keinen Aussichtsturm mehr hinaufgehen. Sie hatte es nicht verboten; es gab nur hinterher riesigen Ärger, erlaubte er sich Ausreißer dieser Art. Vielleicht war es auch die Kenntnis um diese Drangsalen, dass mich ihr Lippensprechen immer so aufregte. Ich interpretierte es damals so, dass Beide schon vorab und allein über ein bestimmtes Thema gesprochen hatten. Es war ihr immer wichtig, dass er genau ihre Meinung hatte und vor allem sollte jeder sehen, wie einig sie sich waren. So schien mir ihr stummes Mitsprechen auch eine Art Vergewissern zu sein, dass das, was er sagt, genau das ist, was sie besprochen hatten. So eine Art magischer Kontrolle und das stumme Synchronsprechen verschaffte ihr anscheinend Genugtuung, denn ich bemerkte manchmal einen Ansatz zufriedenen Nickens, als würde sie denken: Ja, genau meine Worte. So als erfahre sie durch sein Aussprechen eine Aufwertung ihrer Person. Ihre geäußerten Gedankengänge waren nie komplex, um es mal vorsichtig auszudrücken. Vielleicht war ihr stummes Mitsprechen einfach auch der verzweifelte Versuch, sich komplexeres Denken einzubilden oder anzueignen? — Hoppla,, jetzt wird es wild und ich lande, so nachspürend, doch tatsächlich bei der Idee: wie “Training einer KI” Ein Zeichen, dass ich genug geschrieben habe. 😉
Danke, ich fand Deinen Beitrag sehr anregend. Zwei sicherlich sehr verschiedene Paare, doch Deine beschriebene Beobachtung haben sie gemeinsam.
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Das klingt furchtbar, diese Geschichte. Wie fühlt man sich in solch einer Klammer?! Kaum auszudenken.
Danke für diese ausführliche Erzählung!
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Eine KI ist ein Werkzeug, dessen Aussagen dem Benutzer zugeschrieben werden. Besonders bemerkenswert finde ich ihre Darstellung, wie ein wortloser Mensch das Gegenüber einschränkt und es Sie innerlich zum Brodeln brachte.
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Gebrodelt hatte es mich nicht, das hatte ich nirgends so gesagt. Ich war noch ganz ohne Wertung.
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Marianne M.
August 2, 2026 at 9:02 am
Puh … Etwas ziemlich Ähnliches habe ich früher häufiger beobachtet und ich erinnere mich gut, dass es mich innerlich immer zum Brodeln brachte.
Interessant finde ich nun, dass das von mir beobachtete Paar auch in einer Symbiose lebte. Er durfte nichts ohne sie tun. Als sie nicht mehr gut gehen konnte, durfte auch er beispielsweise keinen Aussichtsturm mehr hinaufgehen. Sie hatte es nicht verboten; es gab nur hinterher riesigen Ärger, erlaubte er sich Ausreißer dieser Art. Vielleicht war es auch die Kenntnis um diese Drangsalen, dass mich ihr Lippensprechen immer so aufregte. Ich interpretierte es damals so, dass Beide schon vorab und allein über ein bestimmtes Thema gesprochen hatten. Es war ihr immer wichtig, dass er genau ihre Meinung hatte und vor allem sollte jeder sehen, wie einig sie sich waren. So schien mir ihr stummes Mitsprechen auch eine Art Vergewissern zu sein, dass das, was er sagt, genau das ist, was sie besprochen hatten. So eine Art magischer Kontrolle und das stumme Synchronsprechen verschaffte ihr anscheinend Genugtuung, denn ich bemerkte manchmal einen Ansatz zufriedenen Nickens, als würde sie denken: Ja, genau meine Worte. So als erfahre sie durch sein Aussprechen eine Aufwertung ihrer Person. Ihre geäußerten Gedankengänge waren nie komplex, um es mal vorsichtig auszudrücken. Vielleicht war ihr stummes Mitsprechen einfach auch der verzweifelte Versuch, sich komplexeres Denken einzubilden oder anzueignen? — Hoppla,, jetzt wird es wild und ich lande, so nachspürend, doch tatsächlich bei der Idee: wie “Training einer KI” Ein Zeichen, dass ich genug geschrieben habe. 😉
Danke, ich fand Deinen Beitrag sehr anregend. Zwei sicherlich sehr verschiedene Paare, doch Deine beschriebene Beobachtung haben sie gemeinsam. Ich habe meinen Kommentar an Marianne M. gestellt.
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Ich habe meinen Kommentar an Marianne M. gestellt.
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Das konnte ich nicht erkennen, sorry.
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Alles gut, danke für die Antwort.
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Ich muß die Schrift neben der Skizze wohl überdeckten und ein neues Photo nur von der Skizze machen?
Dann paßt allerdings die Zahlenmeditation nicht mehr zu dem Gesichtsausdruck der Frau.
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Jetzt habe ich es tatsächlich abgezeichnet und bei mir angezeigt. Sehr gewagt.
Da ich anschließen noch eine Zahlenmeditation zum heutigen Datum hinzufügte, kann ich es nun etwas besser so vertreten.
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Ja, gefällt mir!
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Ich möchte ihr aber eigentlich ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sollten wir das vielleicht auch mal probieren?
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Sehr gerne!
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“Eine Art Synchronisation” sagt es eigentlich schon:
Die Frau bemüht sich darum, sich ganz und gar auf die Art ihres Gatten einzustellen,
gibt dabei ihre eigene Persönlichkeit ganz in den Dienst,
bleibt an seiner Seite, tut alles “in Synchronisation” mit seinen Ideen, Zielen, Plänen…,
hört zu, spielt den Leuten Übereinstimmung vor.
Denn eigentlich wünscht sie sich. daß der Mann, dessen Rede sie genau kennt, auch einmal ihr ein lobendes Wort zukommen läßt.
Ach nein, den Wunsch gab sie längst auf.
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Er hat genug lobende Worte für sie, meine ich. Sie sind sich gleich.
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Aber vielleicht versuche ich es ja doch?
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Nur zu. Ich habe gestern auch 4 Skizzen gemacht für einen neue keramische Arbeit.
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Was sagt diese Frau ohne Worte,
obwohl sie sprechen kann und möchte und gut hört
und alles versteht und ebenbürtig ist, auch intelligent genug?
Ich holte gerade mein Skizzenbuch hervor, legte die Stifte bereit, öffnete das Heft,
nahm den Stift in die Hand, traute es mir zu, diesen Ausdruck abzuzeichnen…., und gab dann doch auf.
Was wäre der Sinn?
Endlose Wiederholung eines Ausdrucks, den es häufiger gibt, als man denkt.
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Es gibt das häufiger, das stimmt.
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Obwohl die Zeichnung es wert wäre, sie bei mir anzuzeigen, bringe ich es nicht übers Herz.
Ich glaube, daß ein Schweigen und inneres Aufarbeiten hier hilfreicher wäre.
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Danke !
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Wer so ein ausdrucksvolles Portrait zeichnen kann, ist doch sicher auch fähig, diesen Gesichtsausdruck psychologisch zu deuten?
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Das Portrait ist von mir, bezeichnet aber nicht diese Frau. Ich brauchte es als Aufhänger für diesen Post.
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Interessant, deine Beobachtung. Ich liebe es ebenfalls, andere Leute zu beobachten und wie sie sich, auch stumm, ausdrücken. Das ist oft sehr aufschlussreich, wie in deinem Beispiel. Gut gemacht! 👍
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Ja, Elisa, das war recht auffällig. Gut, daß ich noch geblieben bin, um dem informellen Austausch etwas beizuwohnen.
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Mir fallen zu deiner interessanten Beobachtung mehrere Möglichkeiten ein: sie spricht tatsächlich nie, weil sie gehörlos ist, oder sie übt Lippenlesen um es im Kontakt mit Gehörlosen anwenden zu können, oder sie ist mit einer anderen Muttersprache aufgewachsen und lernt noch Deutsch.
Das würde der poetischen Beschreibung deiner Wahrnehmung von gleichwertigen Status im Paardasein entsprechen. Bewunderung oder anderen Beweggründe wären möglich, aber nach meinem persönlichen Geschmack wären sie weniger gleichwertigkeits-entsprechend und eher abhängig als positiv.
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Danke für deine Überlegungen dazu, Heide.
Da ich die beiden etwas kenne, treffen deine ersten drei Ideen leider nicht zu.
Ich denke, es ist Bewunderung.
Inwiefern das einer Gleichwertigkeit widerspricht, sei dahingestellt. Die Frau hat sicher Intellekt.
Die beiden scheinen eine symbiotische Beziehung zu leben.
Ihm geht es gut dabei, ihr auch.
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Na, hoffentlich. Mich selbst gruselt es allein bei der Vorstellung. Ich mag daran nur deine musikalische Idee.
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Es ist auch nicht meins.
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Das entspricht auch meinem Empfinden – ich kann es mir absolut nicht vorstellen, die Worte eines auch noch so sehr geliebten Menschen einfach nur parallel mit den Lippen mitzusprechen.
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Habe versucht, mir das Verhalten von der KI erklären zu lassen, aber danach war ich auch nicht schlauer, Clara.
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