
Eine Frau steht mit ihrem Mann in einer Viererrunde.
Der Mann berichtet von den Plänen des Paares in den nächsten Wochen: Reisen, Geburtstagsfeiern ect.
Während seiner Ausführungen scheint seine aktiv wirkende Frau mit den Lippen die Worte ihres Mannes “simultan nachzubeten”. Eigene Anmerkungen zum Erzählten scheinen das nicht zu sein, die sie mit ihren sparsamen, aber doch regelmässigen stillen Mundbewegungen andeutet.
Solche Mundbewegungen macht man wohl sonst bei Verdeutlichungen, Erweiterungen oder Korrekturen, wenn man sie tatsächlich ausspricht.
Sagen will sie aber selber nichts, auch nicht mit Worten einfallen, alles ist lediglich eine Art von intensiver Begleitung.
Sie schiebt auch später nichts nach. Es ist definitiv nicht so, daß es ihr nicht erlaubt ist, dazwischenzufunken. Sie ist vollkommen ebenbürtig.
Sie begleitet ihren Mann sozusagen wie eine (stille) Singstimme am Piano.
Ihr Verhalten ist ungewöhnlich, deshalb reflektierte ich hier darüber.

Ich muß die Schrift neben der Skizze wohl überdeckten und ein neues Photo nur von der Skizze machen?
Dann paßt allerdings die Zahlenmeditation nicht mehr zu dem Gesichtsausdruck der Frau.
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Jetzt habe ich es tatsächlich abgezeichnet und bei mir angezeigt. Sehr gewagt.
Da ich anschließen noch eine Zahlenmeditation zum heutigen Datum hinzufügte, kann ich es nun etwas besser so vertreten.
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Ja, gefällt mir!
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Ich möchte ihr aber eigentlich ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sollten wir das vielleicht auch mal probieren?
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“Eine Art Synchronisation” sagt es eigentlich schon:
Die Frau bemüht sich darum, sich ganz und gar auf die Art ihres Gatten einzustellen,
gibt dabei ihre eigene Persönlichkeit ganz in den Dienst,
bleibt an seiner Seite, tut alles “in Synchronisation” mit seinen Ideen, Zielen, Plänen…,
hört zu, spielt den Leuten Übereinstimmung vor.
Denn eigentlich wünscht sie sich. daß der Mann, dessen Rede sie genau kennt, auch einmal ihr ein lobendes Wort zukommen läßt.
Ach nein, den Wunsch gab sie längst auf.
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Er hat genug lobende Worte für sie, meine ich. Sie sind sich gleich.
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Aber vielleicht versuche ich es ja doch?
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Nur zu. Ich habe gestern auch 4 Skizzen gemacht für einen neue keramische Arbeit.
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Was sagt diese Frau ohne Worte,
obwohl sie sprechen kann und möchte und gut hört
und alles versteht und ebenbürtig ist, auch intelligent genug?
Ich holte gerade mein Skizzenbuch hervor, legte die Stifte bereit, öffnete das Heft,
nahm den Stift in die Hand, traute es mir zu, diesen Ausdruck abzuzeichnen…., und gab dann doch auf.
Was wäre der Sinn?
Endlose Wiederholung eines Ausdrucks, den es häufiger gibt, als man denkt.
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Es gibt das häufiger, das stimmt.
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Obwohl die Zeichnung es wert wäre, sie bei mir anzuzeigen, bringe ich es nicht übers Herz.
Ich glaube, daß ein Schweigen und inneres Aufarbeiten hier hilfreicher wäre.
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Danke !
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Wer so ein ausdrucksvolles Portrait zeichnen kann, ist doch sicher auch fähig, diesen Gesichtsausdruck psychologisch zu deuten?
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Das Portrait ist von mir, bezeichnet aber nicht diese Frau. Ich brauchte es als Aufhänger für diesen Post.
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Interessant, deine Beobachtung. Ich liebe es ebenfalls, andere Leute zu beobachten und wie sie sich, auch stumm, ausdrücken. Das ist oft sehr aufschlussreich, wie in deinem Beispiel. Gut gemacht! 👍
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Ja, Elisa, das war recht auffällig. Gut, daß ich noch geblieben bin, um dem informellen Austausch etwas beizuwohnen.
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Mir fallen zu deiner interessanten Beobachtung mehrere Möglichkeiten ein: sie spricht tatsächlich nie, weil sie gehörlos ist, oder sie übt Lippenlesen um es im Kontakt mit Gehörlosen anwenden zu können, oder sie ist mit einer anderen Muttersprache aufgewachsen und lernt noch Deutsch.
Das würde der poetischen Beschreibung deiner Wahrnehmung von gleichwertigen Status im Paardasein entsprechen. Bewunderung oder anderen Beweggründe wären möglich, aber nach meinem persönlichen Geschmack wären sie weniger gleichwertigkeits-entsprechend und eher abhängig als positiv.
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Danke für deine Überlegungen dazu, Heide.
Da ich die beiden etwas kenne, treffen deine ersten drei Ideen leider nicht zu.
Ich denke, es ist Bewunderung.
Inwiefern das einer Gleichwertigkeit widerspricht, sei dahingestellt. Die Frau hat sicher Intellekt.
Die beiden scheinen eine symbiotische Beziehung zu leben.
Ihm geht es gut dabei, ihr auch.
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