Ein winziges Tierchen landete vor meinen Augen AUF einem Blatt.

So sagt man wohl…aber es landete kopfüber!
Als hätte es keine andere Möglichkeit gegeben, zu landen!
Noch dazu hält es sich sehr unsymmetrisch am Blatt fest: Beide Vorderbeine auf einer Seite des Blatts.
Nun, das weiß ich durch Joachim Schlichting, sind die Graviationskräfte für dieses winzige Tierchen so gering, daß eine Anhaftung mit nur 3 von 6 Beinen vollends genügt. Manchen Insekten genügt ja die Anhaftung von nur einem Bein, vor allem wenn sie ihre vier vorderen Beine für etwas anderes brauchen. Man denke da etwa an Hornissen.
Dieses winzige Tierchen ist zudem ein ganz besonderes Insekt:
.
Pamphilius sylvaticus, gehört zu den Gespinstblattwespen.

Ich habe schon als Kind die Fliegen bewundert, die wie nichts überkopf an der Decke landeten. Inzwischen habe ich mich informiert, wie sie das machen. Beim Landen fliegt das Insekt unten an die Decke, beschleunigt, macht einen Rückwärtssalto (Rotation um die Querachse) und streckt die Vorderbeine zuerst aus, um den Kontakt herzustellen. Klingt komplizierter als es vermutlich ist, weil die Schwerkraft für sie eher eine Leichtkraft ist.
LikeLiked by 1 person
Ja, es gibt Videos dazu.
In der Natur begegnet einem solch ein Verhalten seltener. Deswegen brachte ich das Foto.
LikeLike
Mein Kommentar scheint wieder verschwunden zu sein.
Ein Lob fürs Foto und liebe Grüsse in den Tag nochmals,
Brigitte
LikeLiked by 1 person
Ist alles angekommen, so bekomme ich wenigstens zwei Kommentare zum “Subject” von Dir!
Liebe Grüsse
LikeLike
Höchst erstaunlich, was diese Winzlinge können! Und was du über sie weisst!
Lieben Gruss, Brigitte
LikeLiked by 1 person
Das eine kommt mit dem anderen!
Danke Brigitte!
LikeLike
Und wenn das menschliche Wesen zu viel Alkohol getrunken hat, dann reichen auch zwei oder sogar vier seiner Extremitäten nicht aus, um die Schwerkraft der Erde richtig wirken zu lassen, weil wir eben nicht so leicht und so leichtfüßig sind.
LikeLiked by 1 person
Wer immer das sagte, hat natürlich recht. Für uns ist Zimmerdecke und Fußboden nicht austauschbar. Für Stubenfliegen schon.
LikeLike
Diese anonyme Kommentatorin war ich – der wollte den Kommentar nicht nehmen, weil ich nicht angemeldet war – tat es dann aber doch, aber ohne Namen.
LikeLiked by 1 person
Dann bedanke ich mich, Clara.
Ich frage mich jetzt, wie sich Insekten verhalten, wenn sie betüdelt sind. Das gibt es nämlich auch. Landen dann etwa beschwipste Hummeln noch zielgerecht – oder fallen sie vom Blatt?! 😉
LikeLike
Biete ihnen doch mal ein Schnäpschen an und bleibe mit dem Fotoapparat in Habacht- Stellung
LikeLike
Vergorene Früchte wären den Hummeln lieber, aber ihre Zirkusstückchen würden sie bestimmt dann woanders machen wollen.
LikeLike
Landen und zugleich in Deckung gehen sozusagen. Schön, wieder deine Naturbeobachtungen zu sehen …
LikeLiked by 1 person
Diese bot sich geradezu an, Ule. 🙂
LikeLiked by 1 person
Du hast wohl auch sowas!
lächel …
LikeLiked by 1 person
In gewisser Weise schon…
LikeLike
Beim Kopfüberlanden wo hat das Tierchen da seine langen Fühler hingesteckt?
Ein schöner Beitrag!
LikeLiked by 1 person
Es misst damit den Raum aus, diese Antennen sind ja ständig in Bewegung 🙂
LikeLiked by 1 person
Unglaublich, was ein so winziges Wesen zustande bringt! 😃
LikeLiked by 1 person
100.000 Neuronen im Gegensatz zu unseren 100 Milliarden. 😀
LikeLiked by 1 person