Drabble von Puzzle – Unflätiges

Wieder nehme ich an einem Drabble teil, hier von Puzzle ausgerufen.


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Ich erinnere mich an eine Busfahrt, in der jemand unaufhörlich einen Schluckauf hatte.
Zwar ist ein Schluckauf kein Rülpser, wird aber dennoch als unangenehm empfunden.
Ähnlich wohl wie Niesen. Wenn solches nicht aufhört, kann es schon sein, daß man zig Mal “Gesundheit” ruft. Und es dann irgendwann sein lässt, denn der/die Betroffene leidet ja eh daran, daß es nicht stoppt.

Wie ist es mit Macken? Manche meiner Altersgenossen haben solche entwickelt, etwa ständige Mundbewegungen, dem Schmatzen ähnlich.
Unlängst schalt mich Käthe, weil ich unablässig mit den Fingern trommelte.
Gleich höre ich damit auf! “
“Nein, jetzt”, sagte sie gebieterisch! “Jetzt!”.

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100 Worte.

9 thoughts on “Drabble von Puzzle – Unflätiges

  1. Da stellt sich die Frage, von wem was als unangenehm empfunden wird. Rülpser eher von Sitznachbarn, die dann eventuell auch noch von einer “Duftwolke” eingehüllt werden. Der Schluckauf eher von dem, der ihn erleidet. Macken sind in meinen Augen ein sehr spezielles Thema. Die sollen ja sogar öfter zu Scheidungen führen. Wenn man im Berufsleben steht und unter einer auffälligen Macke leidet, dann bleibt oft nur der Gang zum Verhaltenstherapeuten übrig. Und am Anfang steht oft das Problem der Anderen: Wie sage ich es ihm/ihr nur? Gar nicht so einfach.

    Lieben Gruß – Elke

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    1. Durchaus möglich, daß Macken sogar zu Scheidungen führen. Etwa ein übermäßiger Putzfimmel.
      In meinem Berufsleben gab es jemanden, der stark roch. Ein dezenter Hinweis auf Seife half nicht. Seine Zimmerkollegen arrangierten sich damit.

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  2. Ah, die Empfindlichkeit gegenüber den körperlich verursachten Geräuschen anderer Menschen sind immer wieder ein interesantes Thema und gut gelöst, als Drabble! Ein Schluckauf kommt selten allein, leider. Wir hatten mal einen Wellensittich mit starker Neigung dazu. Manche, auch Menschen, bekommen einen vor Aufregung, andere von Kälte. Ich selbst niese oft mehr- und vielfach nach dem ersten Morgenkaffee, auch wenn ich mich bemühe, es wenn schon, dann dezent zu tun. Wenn manche das als machtvolle Eruptionen abzufeiern, finde ich auch oft grausam. Das Fingertrommeln scheint nach meiner Beobachtung ein ältere-Männer-Ding zu sein. Ich erinnere mich an keine Frau, die es, ausser als absichtliche Geste der Ungeduld, beiläufig getan hätte. Bei Protest ist wohl wie meistens auch mit dem Schnarchen: meistens bekommt man die Antwort “Hab’ ich doch gar nicht!”

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