
Wieder nehme ich an einem Drabble-Dienstag teil, hier von mir diesmal ausgerufen.
Die 3 Stichworte dieses Mal lauten:
Radar + beschreiben + individuell
***
Das war nicht auf Theos Radar, daß Horst zu seiner Vereinseinladung kommen würde.
Damit konnte er wirklich nicht rechnen.
Zwar hatte er genau beschrieben, um was es gehen sollte, aber vermutlich hatte Horst das nicht gelesen.
Was tun? Horst ist ja ein sehr “individueller” Mensch. Wenn man ihn lässt, zerstört er jeden Treff.
Auch seine Lautstärke! Da er keine Hörgeräte benutzt, obwohl ihm seine Trude das oft angeraten hatte, wirkt er leicht penetrant.
Nun ist er da. Die Augen der Eingeladenen verraten, daß sie nicht glücklich sind.
Es geht um eine Beitragserhöhung von 5 Euro.
Da wird Horst bestimmt grantig.

Manchmal gibt es nur die Flucht nach vorne. Schlage die Erhöhung um 10€ vor!
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Ne, moderater. 6,50 €. Das tut es auch. 😉
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Solche Typen kennt wohl jeder 🙂
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Nichts Neues unter der Sonne.
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Ich habe das gern gelesen, weil ich diese absolut lapidare Art des Erzählens, das sich fast wie ein Polizeibericht anhört, witzig finde, weil es zu dem, das erzählt wird, in einem gewissen Kontrast steht.
Liebe Grüße, Andrea
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Ja, Andrea, es steht im Kontrast. Gleich werden die Fetzen fliegen, denn Horst “versteht die Welt nicht mehr”!
“Jetzt kostet schon das Sitzen hier 5 Euro!” und weg war er, voller Wut.
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Der arme Horst, den mag wohl niemand. Aber warum sollte er nicht kommen, wenn es doch eine Einladung gab? Das erscheint mir nicht logisch.
Was mir jetzt schon mehrfach bei diesem Drabble-Dienstag aufgefallen ist, das ist das Adjektiv ‘individuell’ in Verbindung mit ‘Mensch’. Was ist ein individueller Mensch? Jeder Mensch ist ein Individuum. Begriffe wie spezifisch, unverwechselbar oder dergleichen fände ich passender. Individuell werden Sachen hergestellt.
Das erscheint vielleicht ein bisschen pingelig, aber wenn man schreibt und es mit Lektoren und Korrektoren zu tun bekommt, dann fallen einem solche Dinge auf.
Lieben Gruß – Elke
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Ganz logisch ist es nicht, das stimmt.
Auch das mit dem Wort “individuell” stimmt!
Im Sprachgebrauch wird das oft scherzhaft verwndet:
“Du weißt schon, er ist ein bisschen individuell”.
Wie gesagt, deine Einwände stimmen.
Dank Dir!
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Beitragserhöhungen sind immer unangenehm. Angenehmer war es jedoch zu sehen, was für eine tolle Geschichte du aus den drei Worten gemacht hast.
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Danke Peter, nicht immer gelingt das flüssig. Die 100 Worte zwingen einen des öfteren, die Geschichte nach und nach zu verbessern.
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So einen, der sich regelmäßig zum Horst macht, hat wohl scheinbar jeder in seinem Umfeld. Da hilft nur Akzeptanz, auch wenns schwer fällt – oder Abstand. 🙂
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Manchmal hilft tatsächlich Akzeptanz. Was durchaus schwer fallen kann. 🙂
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Diesen anscheinend unliebsamen Vereinskollegen Horst, hast du hier nun auch sprichwörtlich zum Horst gemacht, Gerhard und irgendwie tut er mir fast leid.
Kenne ja auch einige ewig nörgelnde und sture alte Menschen, die ziemlich nervig sein können und so ists nunmal auch oftmals mit dem alt werden… wenn die sogenannte Alterssturheit nicht liebevoll, evtl. vom Partner oder auch wirklichen Freunden, in verstehen und entsprechrndem beachten umgewandelt wird.
Liebe Grüße, Hanne
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Altersstur wollen wir ja nicht sein. Manchmal kommt es aber dazu, nicht nur durch Enttäuschungen, sondern auch der Gehirnchemie wegen.
Die Mär mit dem Alterweissein glaube ich eh nicht. Das ist nur so ein Wunschbild, was man gerne für sich hätte.
Würde ich so einer auf dem letzten Stück, so ein Sturer, wäre das schade, auch für meine Mitmenschen.
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Wer will das schon sein und meistens empfinden diejenigen es auch garnicht so, wobei es auch keinen Sinn macht ihnen einen Spiegel vor Augen zu halten.
Altersweisheit ist meines Erachtens und auch aus Erfahrung keine Mär, sondern wird nur jeweils anders gesehen sowie auch empfunden, je nachdem aus welchem Blickwinkel und unter welchen Umständen man seine Mitmenschen sowie Umfeld betrachtet.
Denke nicht, dass du auf dem letzten Stück so ein Sturer wirst Gerhard, denn soweit ich dich im Umgang, Miteinander hier zu beurteilen wage, bist du weder egoistisch noch irgendwie verbissen und unfair den Menschen gegenüber.
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Das kann ich nicht wissen, was noch kommt, liebe Hanne.
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Was bestimmt auch gut so ist, lieber Gerhard und wirklich wichtig ist ja in erster Linie im Heute jeden schönen Moment zu genießen… solange es uns überhaupt noch möglich ist.
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Bisher ist alles gut. Die Krankheitsfeuer rings herum sind noch nicht zu uns durchgekrochen. Und Schuld haben wir auch nicht auf uns geladen.
Man kann recht froh sein!
Schönen Tag Dir!
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Ein typischer Fall von “”nettem Mitmenschen ” … ob bei einem Familientreffen oder anderswo 😉 schwer auszuhalten..
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Solche gibt es eben.
Nur wie damit umgehen?!
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Eine ‘neue’ Freundin sagte vor einigen Jahren zu mir: “Das Nichttragen von Hörgeräten mit der Auswirkung, dass derjenige immer durch die Gegend brüllt und ständig Deine Grenze überschreitet, ist Körperverletzung.”.
Und ich kann heute sagen: Recht hat sie. Sollte man Horst vielleicht mal wissen lassen. Am besten nicht durch Trude.
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Ich trage selbst Hörgeräte.
Aber ich soll in meiner Jugend schon laut gewesen sein. Wodurch auch immer. Vielleicht wollte ich mir als Jugendlicher Gehör verschaffen?!
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Da ist “Zündstoff” drin in dieser Geschichte.
So schön aus dem Leben gepflückt… 🙂
Lieben Gruss, Brigitte
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Ich mag deinen schwierigen Horst immer wieder in deinen Geschichten auftauchen sehen. Er wirkt ebenso symbolisch-stellvertretend wie als eigenständige Persönlichkeit echt auf mich.
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Der Horst, der ewig Nörgelnde.
Wie in der Politik, in der ein Zusammenarbeiten immer drin ist, aber nur wenn es oberste Prämisse ist. Allzeit.
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Ja, da hast du recht.
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“Das Land voranbringen”
wer hat diesen Satz geprägt?!?!
Daran sollten sie sich alle halten – und nicht ihr Parteisüppchen kochen.
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