Drabble Dienstag – Dezember 3

Wieder nehme ich an einem Drabble-Dienstag teil, hier von Puzzle ausgerufen.

Die 3 Stichworte dieses Mal lauten:

Hosenbein + sprechen + raffiniert
***

Früher trappierte ein Modell sein Hosenbein oder den Rock mit einem witzigen oder raffinierten Acessoire.
Das genügt heutzutage längst nicht mehr.
Wenn, dann ganz ohne Hosenbein, zumindest bei bestimmten Wettbewerben, bei denen immer weniger Stoff oder Plastik zur Anwendung kommt. Nur Plastikschnipsel manchmal.

Wen spricht das an?
Nicht nur Männer denke ich, sondern auch Frauen.

Zwar ist ein weiblicher Körper, per se ein junger, oft wunderbar anzusehen, noch dazu, wenn sich die Besitzerin desselben gut bewegt und das gelernt hat.
Aber wo führt die Reduktion der Bekleidung hin – und was zementiert es? So jedenfalls kann sich Frau nicht emanzipieren.
Niemals.



41 thoughts on “Drabble Dienstag – Dezember 3

  1. Tut mir leid, aber mit deinem Text kann ich nichts anfangen. Was hat Kleidung, die du als “reduziert” empfindest, mit Emanzipation zu tun oder nicht zu tun? Nicht jeder Minirock ist – und war das schon in den 1960er Jahren nicht – Anmache. Ich dachte, diese Denke hätten wir hinter uns gelassen. Ich bin auch nicht unbedingt der Meinung, dass Menschen gleich welchen Geschlechts halbnackt herumlaufen müssen, denn das ist im Allgemeinen nicht der Sinn von Bekleidung. Aber jede(r), wie sie/er mag.

    LG – Elke

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  2. Ich stehe, meinem Empfinden nach, mit beiden Beinen im Leben, habe schon vor vielen Jahren beschlossen, dass mir Schminke ab jetzt gestohlen bleiben kann und genieße das zunehmend spinnwebenartig Grau in meinem noch immer schwarzen Schopf. Die lange Mähne habe ich abgelegt und bin zum praktischen Kurzhaar meiner Kindheit zurückgekehrt. Ich trage schon immer mit Vorliebe Schwarz. Nicht aus Trauer, sondern weil ich mich darin einfach am wohlsten fühle. Für mich und auch meinen Partner, der mir das wundervoll spiegelt, passt das. Meine Mitmenschen nehmen mich so wie ich bin, dafür bin ich dankbar, würde aber auch nichts an mir verändern wenn es anders wäre. Ich denke aber jeder Mensch sollte das Recht haben, sich über die Jahrzehnte so zu entfalten, wie er möchte und kann. Es gab auch in meinem Leben Zeiten, da war meine Wimpernzange meine beste Freundin. 😉 Vielleicht musste auch ich erst Innen wachsen, um mich gelassen der Welt so zu zeigen wie ich mich heute am wohlsten fühle. Wer weiß vielleicht falle ich einfach weil ich mag, irgendwann auch einmal wieder in einen Farbtopf. 🙂

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    1. Da ist einiges drin.

      Mein Text entstand wohl im Zusammenhang mit dem von mir gelesenen Buch von Frau Clemm: Gegen Frauenhass”.
      Frauen, die Gewalt erfahren, sind in unserer Gesellschaft unzureichend geschützt. Es wird auch zu wenig Präventionsarbeit geleistet.

      Zu deinem Text: Ein jeder altert anders. Manche lassen sich recht gehen, da merkt man schon um die 50, wohin der Zug geht.
      Andere sind sehr bedacht um ihr Äusseres. Frauen wird das eigentlich in die Wiege gelegt.
      Ich selbst tue wenig für mein Äusseres, wurde auch gescholten beim Klassentreffen letzthin, weil ich einen Fleck auf dem Pullover hatte. “Typisch Mann”.
      Frauen, die es mit vertretbarem Aufwand schaffen, gut auszusehen, denen gebührt mein Respekt. Was darüber hinausgeht, naja.

      Das Altern ist nicht aufzuhalten, ich habe nichts gegen Falten. Eines meiner Lieblingsbücher ist das von Herlinde Koelbl “Jüdische Portraits”, das ich vor 35 Jahren erwarb und das in der Regel wunderbare, alte Gesichter zeigt.

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  3. Lieber Gerhard, ohne dir zu nahe treten zu wollen, habe ich folgende Frage:
    Kann es sein, dass du deine Texte in einer anderen Sprache als deutsch schreibst und WP sie automatisch übersetzt, ohne das ich das merke?
    Irgendwie klingen deine eigentlich sehr guten Texte mitunter sehr holprig – so, als wenn man einen Text in eine andere Sprache übersetzt und der Landsmann es dann nicht richtig lesen kann, weil falsch übersetzt.
    Auch bei diesem Text habe ich nämlich wieder dieses Gefühl. :-/
    Ein Beispiel:
    “Wen spricht das?
    Nicht nur Männer denken ich, sondern auch Frauen.”
    Es liest sich irgendwie unrund. :-/
    Viele Grüße Bea, ratlos*

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    1. Nein, ich verfasse sie in Deutsch.
      Wie es dazu kommen kann, daß meine Texte bei Dir verzerrt ankommen, weiß ich nicht. Das ist jedenfalls das erste Mal, daß ich eine solche Anmerkung lese
      Um zu beweisen, daß der Text im Orginal anders ist, könnte ich ein Foto des Beitrags bei mir anfertigen.

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        1. Nein, so steht das nicht.
          Ich kann das mal ins Comment kopieren:

          Früher trappierte ein Modell sein Hosenbein oder den Rock mit einem witzigen oder raffinierten Acessoire.
          Das genügt heutzutage längst nicht mehr.
          Wenn, dann ganz ohne Hosenbein, zumindest bei bestimmten Wettbewerben, bei denen immer weniger Stoff oder Plastik zur Anwendung kommt. Nur Plastikschnipsel manchmal.

          Wen spricht das an?
          Nicht nur Männer denke ich, sondern auch Frauen.

          Zwar ist ein weiblicher Körper, per se ein junger, oft wunderbar anzusehen, noch dazu, wenn sich die Besitzerin desselben gut bewegt und das gelernt hat.
          Aber wo führt die Reduktion der Bekleidung hin – und was zementiert es? So jedenfalls kann sich Frau nicht emanzipieren.
          Niemals.

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          1. Schon seltsam, bei mir wird es so angezeigt:
            Hosenbein + sprechen + raffiniert
            ***

            Früher trappierte ein Modell sein Hosenbein oder den Rock mit einem witzigen oder raffinierten Zubehör.
            Das genügt gegenwärtig längst nicht mehr.
            Wenn, dann ganz ohne Hosenbein, zumindest bei bestimmten Wettbewerben, bei denen immer weniger Stoff oder Plastik zur Anwendung kommt. Nur manchmal Plastikschnipsel.

            Wen spricht das?
            Nicht nur Männer denken ich, sondern auch Frauen.

            Zwar ist ein weiblicher Körper, per se ein junger, oft wunderbar anzusehen, noch dazu, wenn sich die Besitzerin desselben gut bewegt und das gelernt hat.
            Aber wo führt die Reduktion der Bekleidung hin – und was zementiert es? So kann sich Frau jedenfalls nicht emanzipieren.
            Niemals.

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    1. Peter, mir wurden in letzter Zeit Videos zugespielt, auf denen Frauen praktisch nichts anhatten. Es scheint da regelrecht Wettbewerbe zu geben.
      Und das gerade in einer Zeit, in der Frauenrechte immer noch nicht voll verwirklicht sind.

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  4. Das war in keiner Weise persönlich gemeint. Ich hatte nur gerade den Impuls, dies Thema mal ganz allgemein aus meiner Sicht darzustellen.
    Das Dumme ist, daß man bei diesemThema nicht ganz objektiv- sachlich bleiben kann. Immer liegt man irgendwie schief.

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  5. Ob wir auch bei Männern immer weniger Kleidung gut finden würden?? Ich finde diese Entwicklung der ständigen “Entblößung” ..verbal und in der Mode grässlich..

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  6. Vielleicht einfach dadurch, daß Sie auf den Inhalt ihrer Worte kaum eingingen sondern gleich aus männlicher Perspektive geantwortet haben.
    Muß sich eine Frau sich etwa danach richten? Die Frau sieht die Welt aus einer anderen Perspektive und schweigt dann lieber.

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    1. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie mit meiner Antwort unzufrieden war. Wir behandeln uns mit Respekt.
      Ich habe Puuzles Kommentar gut gelesen und stimme zu, als sie sagt:
      “Leider ist der Konkurrenzgedanke ein starker Motor unter den Menschen, und gerade mit optischen Reizen ein aggressiver Wettkampf, an dem viele mitmachen und gegeneinander ausgespielt werden können, aber die meisten verlieren.”
      Dieses Kämpfen innerhalb der Frauen finde ich ebenso nicht in Ordnung. Es gab doch mal eine Zeit, in der Frauen jenseits der 70 geachtet wurden in ihrer Art, sich zu geben und nicht mit den jungen Frauen in irgendeiner Weise konkurrieren mussten.

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    2. Ich hatte Puzzles letzten Satz aufgegriffen:
      “…aber auch nicht zum Vorteil vieler Männer, die inzwischen auch von einer auf optische Selbstdarstellung ausgerichtete Wettbewerbsindustrie immer stärker vereinnahmt werden.”

      und damit insofern ihre Gedanken weitergeführt.
      Ich warte bereits schon auf Männer, die in ihren 40ern anfangen, ihr Gesicht bearbeiten zu lassen.

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  7. bezüglich bekleidung ist mehr oft mehr. Erotische ausstrahlung und emanzipation haben nichts mit operierten und gelifteten gesichtern und körpern zu tun. Ausstrahlung strahlt von innen … entweder man hat es oder man hat es nicht.

    männerkosmetik gibt es doch schon lange , inkl. schminkzeugs 😊

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  8. Den Beitrag von Puzzleblume hätte man auch mit etwas mehr Respekt vor der feiner empfindenden Weiblichkeit beantworten können. Ich finde ihn wirklich wichtig und richtungsweisend.
    Von den Männern darf man da nichts erwarten und von den Frauen, die darauf hereinfielen, wohl auch nicht.
    Den Platz an Heim und Herd wünschen sich wohl eher die Männer für die Frauen. Dann fühlen sie sich “heimelig geborgen”. Aber sie sind dann selbst die Abenteurer und Eroberer, nur nicht zu Hause.
    Und dann fangen die Frauen an, sich das nicht gefallen zu lassen und klettern hoch in Posten, für die sie eigentlich nicht vorgesehen sind.
    ******
    Und ich habe mich zum 2.mal “verstiegen”.

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  9. Das ist wohl nur von der Modebranche so kreiert, ohne die Frauen zu achten, die Männer damit aber zu locken. Daß die Frauen sich auf diese Weise emanzipieren können, haben die Modells sicher nicht bedacht. Sie machen es ja nur als Job.
    Und beim Aktsitzen geht es ja auch nicht zuerst darum, sich zu positionieren. Aber das wissen die Teilnehmenden wohl besser.
    Adam und Eva bekleideten sich im ersten Moment, als sie entdeckt wurden, zumindest mit einem Feigenblatt.
    *******
    Nun halte ich aber Abstand und habe wieder Anstand.
    *********
    Schlicht und wahr ist diese Geschichte. Und ich hoffe, daß andere nun auf die gute Art darauf eingehen.

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  10. Extreme Modenschauen kommen mir dabei in den Sinn, bei denen mir oft der Gedanke kommt, dass es geradezu sadistisch wirkt, was den – zumeist weiblichen – Models abverlangt wird. Wie Mode überhaupt meistens nicht den Zweck zu haben scheint, irgendjemandem einen echten Gefallen zu erweisen, sondern stets Imperfektionen zu kreieren, die einen Wettbewerb initiieren soll und das Ganze bei maximalem Geldgewinn für denjenigen, der den Event / die Idee / die Kreation vermarktet. Leider ist der Konkurrenzgedanke ein starker Motor unter den Menschen, und gerade mit optischen Reizen ein aggressiver Wettkampf, an dem viele mitmachen und gegeneinander ausgespielt werden können, aber die meisten verlieren. Solange der männliche Blick so viel Kaufkraft in Gang zu setzen vermag, sehe ich leider keine Veränderung zum Positiven, weder zu Gunsten der Frauen, von denen immer einige sich einen Nutzen davon versprechen werden, aber auch nicht zum Vorteil vieler Männer, die inzwischen auch von einer auf optische Selbstdarstellung ausgerichtete Wettbewerbsindustrie immer stärker vereinnahmt werden.

    Ein sehr interssanter Beitrag ist das, lieber Gerhard.

    Ich freue mich sehr darauf, mich am kommenden Freitag und nächsten Dienstag von dir als > TEMPORÄREM DRABBLE-GASTGEBER überraschen lassen zu können!

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    1. Vor 30 Jahren lernte ich jemand kennen, der Kosmetik für Männer, in dem Bereich war er tätig, als den neuesten Schrei bezeichnete. Offenbar ist aus dem Pflänzchen damals nicht soviel geworden. Aber vielleicht kommt die Zeit erst noch.

      Gerade jetzt, wo das Thema Gleichberechtigung wieder hochkocht, sind konterkarierende Kräfte unterwegs. Von weiblichen Spitzenpositionen in der Politik brauchen sich die Frauen aber nichts zu erwarten. Die sind eher für Heim und Herd.

      Mein Beitrag für Freitag steht schon. Hoffe, daß viele ihn finden werden.

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