Zäh wie Juchteleder

Diesen Ausdruck oben verwandte einst ein Großmeister seines Fachs für mein Spiel.
Ich kannte ihn (den Ausdruck) zuvor noch nicht.

Dabei hätte ich ihn kennen sollen, denn das Wort “zäh” kommt in vielen Belangen vor.

Um eine Ausstellung zu bestücken, musste ich zuhause eine keramische Eule einpacken.
Da an dieser Eule ein feines, zartes Tierchen (Meconema meridionale) hing, musste ich es zunächst mal von der Eule entfernen:

Anschubsen lies es sich nicht, schon garnicht in aller Früh.
Das zeigt seine Gegenwehr durch das hintere linke Bein.

Also versuchte ich es anzuheben. Wie stark das Tierchen an der Unterlage haftete, hätte ich nicht vermutet. Da war wahrlich zäher Widerstand zu spüren.

Ich setzte das Tierchen dann in einen Topf ab, in dem es recht bald zwischen dem Grün verschwand.

Die Ausstellung selbst lief sehr zäh an. Für meine Begriffe sehr zäh.
Da ich zwischendurch etwas anderes zu organisieren hatte, kam ich erst gegen Ende der Ausstellung vorbei, um abzubauen.
Allzu zäh war diese Ausstellung dann doch nicht verlaufen, meine Frau war zufrieden.
Wir gönnten uns dann noch ein Abendessen mit feinen Nudeln oberhalb Würzburgs.
Noch dazu in ruhiger Atmosphäre, denn unsere Gehörgänge hatten tagsüber etwas gelitten.
Allzu zäh sind wir ja nicht mehr beschaffen.

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