Sehr sehr langsam

Grünes Heupferd

Das Grüne Heupferd (hier beim Lecken am Efeu) bewegt sich sehr langsam, im Gegensatz zu allen anderen Insekten, in absoluter Zeitlupe.

Dieses überlangsame Tun fällt sehr auf gegen die ansonsten hyperschnellen anderen Insekten.

Was ist, bei aller Grösse und der Langsamkeit des grünen Heupferds, sein Schutz etwa gegen Hornissen?

Nun, seine durchgängig grüne Farbe!
Vielleicht aber auch seine penetrante Langsamkeit.

In einer Welt von Insekten, die in einer Menschensekunde deren 10, 20…erleben, mag die Bewegung des grünen Heupferds unsichtbar sein.
Beweisen lässt sich solch eine These von mir nicht, sie liegt aber nahe.

16 thoughts on “Sehr sehr langsam

  1. Unbeweglichkeit gepaart mit Tarnfarbe macht unsichtbar, fast. Jedenfalls für alle Wesen mit anders orientierter Wahrnehmung. Wenn sich das Prinzip nicht bewährt hätte, wäre es wohl schon ausgestorben.

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  2. Das Lob der Langsamkeit (Kundera) wird in der Natur etwa gleich groß geschrieben wie das der Schnelligkeit. Ob Eishai (auch Schlafhai) oder Chamäleon, ob Koala oder sprichwörtliches Faultier, von den sessilen Tieren gar nicht zu sprechen! Es bewährt sich offenbar im Alltag und in der Frage der Langlebigkeit. Hast, insbesondere unnötige Geschäftigkeit hat sich noch nie bewährt. Etwas, das sich bis zum Volk der Affen noch nicht so recht herumgesprochen hat, weshalb ihre Vertreter auch mit Zweifel dieses Zeitlupentreiben betrachten, wenn sie’s überhaupt bemerken.
    Denn es hat natürlich auch Nachteile. Ein Beipsiel wäre der Kakapo. Auf Neuseeland haben sich 2 Papageien in die kalten Berge des Südens gewagt, ja, ein ganzes Stück weit hinauf. Der Kea – bis heute trotz Verfolgung recht erfolgreich, ersst in letzter Zeit macht man sich um den Populationsrückgang auch bei ihm Sorgen. Und der Kakapo, der nicht so agil und neugierig umhersucht, sondern lieber gemächlich und fett – schwerster aller Papageien! – sein beschauliches, fast schon meditatives und flugunfähiges Leben führt. Es gibt nur noch wenige…

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    1. Derl Kakapo, hat er einen fetten P.? Wundern würde es mich nicht.
      Für Insekten gibt es auch eine Webseite der ausgestorbenen oder gefährdeten Arten. Da gibt es oft nur noch einzelne Exemplare. Man stelle sich vor, ein solches Exemplar wäre asexuell?! Was dann tun? Oder das Weibchen wäre zu wählerisch?! Wer sagt ihr denn, dass das keine geignete Strategie mehr ist?!

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      1. Für das nördliche Breitmaulnashorn ist es eben so gekommen. Ohnehin nur die allerletzten (Wie will man so eine Art erhalten? Viel zu wenig genetisches Potential!) beiden weiblichen plus ein männliches Exemplar waren übrig, der Bulle ist inzwischen gestorben. Eine Art mehr ausgerottet!
        Und was tun die Menschen? Rätseln, ob sie mit allerlei Spielchen doch wieder ausgestorbene Arten zurückholen könnten! Statt die noch existierenden mal ernsthaft zu schützen und ihre Habitate zu bewahren.

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  3. ich las von einer Form der Mimikri bei einer afrikanischen Art von Schmetterlingen: sie sind sehr starkfarbig und bewegen sich sehr langsam. Das besondere: ihre Färbung ähnelt sehr einer anderen Art, die für Vögel ungenießbar ist. (In meinem ersten Studienjahr habe ich ein Trimester Biologie belegt und eine Arbeit über Mimikri verfasst. Daher stammt dies).

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    1. Diese Art Mimikry ist mir bekannt.
      Vergleichbar mit manchen Schwebfliegen, die Wespen ähneln können.
      Das beim Grünen Heupferd ist eine Hypothese, aber es ist auffällig, wieee langsam es ist.

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