
Zunächst waren es im Frühjahr die Mauerbienen, die unser Insektenhotel bezogen.
Nun sind es die “Gemeinen Löcherbienen“.
Die Nutzniesser des emsigen Tuns der Bienen sind wie so oft die noch kleineren Erzwespen:

Sie versuchen, meist erfolgreich, ihre Eier im Nest abzulegen, bevor es geschlossen wird.
Parasitentum ist letztlich eine Milchmädchenrechnung: Nutze ich meine zur Verfügung stehende Energie (die ziemlich konstant ist), um möglichst viel Eier zu produzieren, verwende dabei aber keine Energie für einen Nestbau – oder baue ich ein Nest, dann kann ich nur wenige Eier produzieren.
Die Waagschale in der Natur begünstigt den Parasiten. Es braucht dazu aber in jedem Fall einen Nestbauer.

Weshalb in der Natur, zumindest dort, wo sie nicht durch menschliche Aktivitäten ge- oder zerstört wird (also real nicht mehr zu beobachten) sich über kurz oder lang eine durchaus fragiles Gleichgewicht einstellt. Allerdings eines, das sehr ungnädig erworben wird. Wer seine Gelegenheit nicht findet, stirbt. Ja, der andere auch, aber später.
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Nischen, alles Nischen!
Auch unser Leben selbst eine Nischenexistenz.
Nische steht neben Nichts, das ist aber Zufall .
WIR wollen schon, daß unsere Nische tönt und dröhnt. Denn wir sind wer! Jeder Einzelne…bevor er seine Nische verlässt.
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Erinnert mich an den Kuckuck und die vielen Eier, die wir für Andere ausbrüten müssen.
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Ein Aspekt wird meist übersehen: Vielleicht finden die Nestbauer in ihrer Tätigkeit eine Erfüllung. Ich selbst habe an den handwerklichen Tätigkeiten fast immer großes Vergnügen gefunden.
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Das unterscheidet uns – ich habe anscheinend zwei linke Hände. Trotzdem versuche ich es immer wieder.😉
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Tierisch interessante Denkweise ist das, Gerhard und wir mussten unser “Nestchen” noch selbst bauen.🙂
Liebe Grüße, Hanne
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Ja, liebe Grüsse zurück!
Das Parisitieren ist ein Erfolgsschlager in der Insektenwelt geworden.
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Musste erstmal googeln was Parisitieren bedeutet und dachte beim lesen des Beitrags eigentlich nicht an “Eiablage in fremden Körpern zim ausbrüten”, ober missverstehe ich gerade etwas völlig, lieber Gerhard…. 🫣
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Parasitieren:
Das kann zweierlei bedeuten.
Was ich meinte, war der Brutparasitismus, daß die Erzwespen oder auch Taufliegen ihre Eier heimlich in den Kammern der Wildbienen ablegen. Die entschlüpfenden Larven der Wildbienen und hier der Erzwespe ernähren sich von den Vorräten, die die Mutterbiene eingebracht hatte. Vielleicht reicht es dann nicht für alle Larven.
Bei den Taufliegen ist es so, daß nur die Wildbienenlarven die Zwischenkammern aufbeissen können. Waren zuviel Fliegeneier in der Kammer, konmt niemand mehr raus.
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Das ist wirklich sehr interessant, wieder eine Wissenslücke geschlossen und Danke für diese genaue Erklärung!
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Richtig genau war es nicht, liebe Hanne, sondern aus der Erinnerung.
Las irgendwo eine Zahl (40% oder 60%) der Fluginsekten, die parasitisch leben.
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Und vielleicht darf man es, auf die Menschheit bezogen, auch neu bedenken.
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Das kann nicht “der Weisheit letzter Schluß” sein, auch wenn es im Moment so scheint. Wenn “Menschen” so handeln, ist das “unmenschlich”, finde ich, da es eben nicht “menschlich” ist. Wenn Tiere so handeln, folgen sie darin nur ihrem Uberlenensinstinkt.
Wer aber die Tierwelt mit feineren Sinnen wahrnimmt, ahnt darin etwas sehr Hohes und Gutes.
Vielleicht kann man sagen: Das Sterben ist jederzeit möglich. Aber daß das Lebendigen sich dennoch in dieser wunderbaren Vielfalt entwickeln und zeigen darf, ist ein unglaublich großes Wunder,🙏♥️🍀🌳🩵🌅🤚
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Danke für die Ausführungen, Frau Benseler!
Die Vielfalt des Lebendigen ist enorm. Und das sind ja nur all die Arten, deren “Lebensentwurf” auf Dauer trug.
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Mit eigenem Insektenhotel hast du dir die Fotomotive nun in den eigenen Garten geholt. Da kann man sich ja auf weitere Bilder freuen.
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Es scheint fast ganzjährig was los zu sein.
Liebe Grüse
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Fast wie bei uns Menschen… :–)
Mir sind die Nestbauer/innen lieber.
Schönen Gruss, Brigitte
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Das ist wohl bei jedem so.
Liebe Grüsse Gerhard
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ist bei den Menschen auch nicht anders. Fast immer profitieren die von Häusern, die sie nicht selbst gebaut haben.
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