Schach zu Früher Stunde

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Vorbote
abgrundtief
ersetzen.

*

Die Spieler trafen sich wie immer samstags in der Kneipe zum Schachspielen. Erwin brachte das Spiel und die Uhr mit. Zwei wurden ausgelost und begannen eine 5-Minuten-Partie. Der Verlierer musste den Platz räumen und der nächste rückte nach. Manchmal blieb einer so 4 oder 5 Partien als Sieger an seinem Stuhl kleben.

In der Kneipe wurde viel geraucht. Das kümmerte die Passionierten aber nicht.
Nur reinreden war nicht erlaubt, das störte doch sehr. Erwin meinte manchmal: “Die Stellung verträgt keinen Hauch!”.

So wurde es später Abend.

Erwin hatte noch nicht genug, lud den Rest der Leute zu sich nachhause ein. Zwei folgten der Einladung. Sie dachten wohl an eine weitere Stunde, aber Erwins grimmiger Ausdruck war Vorbote genug, daß es länger werden würde.

Da zockten sie nun zu dritt in Erwins Studierzimmer noch einige weitere Stunden. Erwin wurde immer stärker, die anderen zwei spielten zum Teil abgrundtief schlecht. Zu ersetzen war nun mal mangelnde Frische nicht, auch nicht durch besonderen Kampfgeist.

Kurz vor 7 Uhr raschelte es draussen.

Erwins Frau kam rein. Statt dem Nudelholz brachte sie aber Kaffee und Kuchen.

Auch der Kaffee verhalf den Zweien nicht zu besserem Spiel und so gingen sie um 9 Uhr nachhause.
Erwin hatte dafür Verständnis.

*

205 Worte.

9 thoughts on “Schach zu Früher Stunde

  1. Ich habe früher mit meinem Bruder, Onkel und dessen Freund zusammen gespielt. Das zog sich auch immer, denn nach einer verlorenen Partie wurde immer sofort Revanche verlangt. Aber nie haben wir die ganze Nacht bis zum Morgen durchgespielt. Ging auch von meiner Seite nicht, da ich noch zur Schule ging.

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