Rettung aus der Not

In meinen Wasserkübeln aus Keramik verirren sich des öfteren kleinste Insekten.

Die strampeln, aber die Oberflächenspannung des Wassers hält sie gefangen.

Mit solch einem Stengelchen der wilden Clematis, knapp 3 mm breit oder einem Blatt verhalf ich ihnen aus dem Nass.

Das Insekt selbst ist also etwa 3 -4 mm lang.
Es dürfte die Winzige Schmalbiene (Lasioglossum minutissimum) sein.

Sie krümmt sich heftig, um all das Wasser los zu kriegen.

Das geht so eine ganze Weile

Und nun eine weiteres Insekt:

Diese Ameise (?!) mit honigfarbigem Hinterteil konnte ich nicht bestimmen.
Nach der Rettung streckte sie mir zur Abwehr ihr Hinterteil entgegen.

Reine Abwehr! An ihrem Kopf geht ein kleiner Käfer vorbei.

Diese Buchenmotte hat es vermutlich nicht überlebt. Um sie herum sind weitere Winzlinge, alle voll ausgestattet wie ihre grösseren Zeitgenossen.

Mir hat diese Rettungsaktion große Freude bereitet.

26 thoughts on “Rettung aus der Not

  1. oh ja..
    jeden Tag eine gute Tat 😉
    ich rette auch alle Insekten die noch oben schwimmen 😉
    meine großen Tonnen sind abgedeckt.. trotzdem hatte ich in einer einen Hirschkäfer
    durch einen Spalt muss er durchgekommen sein
    es sind so viele Töpfe und Behälter die jetzt den Regen auffangen
    ich muss sie alles ausleeren
    schon wegen den Mücken
    über großen habe ich alte Gardinen gehängt
    sie lassen den Regen durch und stoppen die Tiere
    Wasser habe ich zur Zeit genug
    liebe Grüße
    Rosi

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  2. Ach ja. Mühsam das Leben der Kleinsten und so symbolisch für unser eigenes Zappen und Strampeln. Wenn die Ameise so aussah erinnert sie ja an diese in den Tropen beheimateten Stämme, die Vorräte im Hinterleib sammeln!
    Landen sie im Teich, ist die Sinnfrage schnell wie ein Fisch beantwortet. Aber aus den Wasserfässern, sollte ich sie da befreien, die Ärmsten? Diese kleinen, eben geschlüpften, zahllos, Culicidae?

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      1. Eher auf die Fische (und, natürlich, die Wasserinsekten. Wasserläufer, Rückenschwimmer…). Die rasch zuschnappen. Aber immer wieder rettet sich ein Exemplar tatsächlich auf ein Seerosenblatt oder dergleichen und sinniert minutenlang, vermutich über die Bedeutungen, die man einer solchen Blume, die man dem Lotus beimessen kann. Manche erschöpften Exemplare nehmen dabei auch Haltungen an, die an tollkühne Yogagymnastik erinnert.

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    1. Ob die ersaufen, weiß ich nicht. Die kommen wegen der Oberflächenspannung nicht los, also verhungern sie eher.
      Die Begreifen das Geschehen nicht. Jemand langt nach ihnen und frisst sie nicht auf?!
      WAS IST DAS DENN?!

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    1. Ausser der Motte gingen alle wieder ins Freie. Vielleicht auch sie.
      Im Kübel waren auch Nutzniesser der armseligen Lage der Insekten. Eine Fliege sah ich auch beim Aussaugen einer Wildbiene.

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  3. Bei uns stiegen gestern während endlich mal kleiner Regenpause unzählige, hauptsächlich gelbe Flugameisen aus dem Rasen in die Luft und dieses flimmern der Flügel sah fantastisch aus!
    Wenn ich ein Insekt in meinen Schalen schwimmen seh hole ich es auch immer so schnell wie möglich wieder raus, weil es mir leid tut.
    So hattest du bei euch zumindest eine gute Gelegenheit es nach der Rettung zu fotografieren.
    Liebe Grüße, Hanne

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      1. Die schwarzen Flugameisen waren auch relativ winzig, aber die gelben waren relativ groß, wovon es auch Fotos in meinem aktuellen Beitrag gibt und solche sah ich bisher noch nie bei uns im Garten.

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