53 thoughts on “Augenparade

    1. Bei Insekten, die ich recht viel fotografiere, liegt die Schärfe meist auf den Augen.
      Um die meist schönen Augen ist dann das andere gebaut, was sich meist auch als schön erweist.
      Die Natur lässt sich da nicht lumpen.

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  1. Es steht im Gesicht und spricht aus den Augen.
    Was ist der „Raum“ zwischen Gesichtern? Eine „Intimsphäre“. Denn der Bau eines „intimen Raumes“ ist für die anwesenden Architektur-Protagonisten eine Frage der unumgehbaren Gesichtsausstellung.

    Wenn ihre Gesichter sich in und mit den Augen begegnend screenen, dann finden sie die Blitz-Botschaft, die nur für die-zwei lesbar ist. Sie erzählt den Sekundenroman über Eignung oder Nicht-Eignung für das Bauvorhaben und der anschließenden gemeinsamen Raumeinwohnung – oder eben nicht – oder später- auf den zweiten Blick.

    Ein jeder von uns kennt es: Der Säugling kann vom ersten Augenaufschlag an „angenehm-freundlich“ von „unangenehm-unfreundlich“ unterscheiden und lächelt dich an oder weint – oder wendet sich ab. Lächelt er erweicht er dein Gemüt, lächelst zurück, weint er strengst du dich nochmals an…eieiei hörst du dich sagen. Du tust (fast) alles für sein Lächeln.

    Und bei Tieren wiedeholen viele diese für sie unumgehbare Szenerie. Dann sind die Augen treu, drollig aber auch bedrohlich und angriffslustig. Oh oh was hat er denn, na du süßer…

    Noch neulich hat mir ein Hundebeseitzer gestanden: Sein Hund möge keine direkten, aufdringlichen Blicke. Die würden bei ihm Reflexe auslösen.
    „Welch ein domestiziertes Tier“ …. dachte ich so bei mir und ging meiner Wege. Noch warte ich nicht auf Hundezuneigung.

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      1. Hin und wieder habe ich das Gefühl wir seien schon mittendrin..Es gibt ja offensichtlich den Trend zum Zweithund
        und die Reaktion mancher Hundebesitzer auf meinen ängstlichen Blick und meine flehende Worte doch ihren Hund bitte an die Leine zunehmen machen mich da wenig optimistisch

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    1. Ich habe vor drei Jahren Sapolsky gelesen. In seinem Buch meinte ich gelesen zu haben, daß in Säuglingen durchaus so etwas stattfände wie eine Unterscheidung: Fremdes(fremdländisches) Gesicht – bekanntes Gesicht. Es ging also darum, wie stark so etwas verknotet sein könnte.
      Einem befreundeten Wissenschaftsjournalisten erzählte ich das, der meine Bemerkung als Quatsch ansah.
      Vielleicht ist es tatsächlich Quatsch, tiefe Quatschsoße.

      Andererseits las ich kürzlich auch, daß man als Mensch in eine bestehende Kultur hineingeboren werde und dies garnicht bemerke bzw. hinterfragen könne. Also ist da so eine Schranke, die nicht ohne Weiteres zu überwinden wäre, wie etwa die spezifische Freiheitsvorstellung einer Kultur.

      Bin kein Philosoph. Das alles kommt so angetaumelt.

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      1. Bestell Deiner Freundin schöne Grüße: Zunächst ist es DIE Stimme, die schon im Mutterleib dem Fötus die ersten Signale gibt (Alfred Tomatis) …Nach der Geburt “erkennt” der Säugling direkt und mit traumhafter Sicherheit “DIE eine Stimme” wieder. (Übrigens eine eher “senore” Stimmlage.) Kann er klarer sehen dauert es unter 10 Sekunden, mit denen dann jeder! Mensch, sein gegenüber -und immer differenzierter- checkt: dazu zählen Blicke, Stimmen, Händedruck, Geruch, “gebührender” Abstand etc.. und auch hier zwischen “Sympatisch” “Unsympatisch” “Neutral” oder “Ablehnung” trennt. Natürlich spontan und deshalb mit Fehlern behaftet: Aber es bleibt ein erster Eindruck der sich ändern kann.
        Laut einer Studie des Facial Action Coding System (FACS) gibt es bis zu siebentausend verschiedene Gesichts-ausdrücke um unserem Empfinden nonverbal Ausdruck zu verleihen. Warum wohl? Nur eine Laune der Natur? Nur Quatsch? Auch der Säugling muss die diversen Mimiken nicht lange üben. Seine Mimik scheint ihm “mitgegeben”, ist in ihm “angelegt”, ist Teil seiner Art. Worüber soll er sich zunächst sonst wohl “ausdrücken”??

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          1. Die Faszination für Schach verstehe ich, die für Sumo nicht. Ja, ich habe Dokus darüber gesehen. Interessant, sicher, aber das ist nicht meins. Okay, muss ja auch nicht. 😏

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