Das Hufeisen

Ich befand mich – im Traum –  in meinem Haus. Es hatte diverse Zimmer, die sich in einer  Hufeisenform aneinanderreihten.

Zimmer 2 war in einem geringfügig schlechteren Zustand als das moderne und sich ständig verändernde Zimmer 1  – und aus diesem erreichbar.
Es war immer noch gepflegt, aber etwas altbacken eingerichtet und nicht genutzt.
Zimmer 3 folgte aus und auf Zimmer 2, etwas lose eingerichtet, aber als Gästezimmer durchaus zu gebrauchen, wenn man etwas Hand anlegte.
Zimmer 4 schloß sich an, da war aber nun wirklich Handlungsbedarf. Es war nur ein großer Abstellraum.
Und in Zimmer 5, das auf 4 folgte, einem sehr viel grösseren, vollkommen leeren Raum, war alles ungeschlacht. Da hingen rechts Tücher an den Wänden statt einer Tapete,  linksseitig  waren staubige Fenster. Der Raum war von der Mitte ab eine Weile abschüssig und lief dann normal aus.
Das Zimmer war groß wie eine Lagerhalle.
Hier konnte man Enormes leisten, wenn man Zeit und Kraft dafür hatte.
Aber mindestens Zimmer 3 und 4, und natürlich 5 warteten schon lange darauf, daß  sich ihr Herr kreativ darum kümmerte.

Aus diesem saalartigen Zimmer 5 führte ganz unten links eine provisorisch anmutende Lagertüre ins Freie.
Über einen verschachtelten Unterbau kam man auf einen weiten Platz. Und der Platz war mir merkwürdig vertraut. Er war in einer belebten Innenstadt.

Diese Stelle in der Innenstadt erreichte ich sonst immer umschweifig von meiner Haustüre aus, nach einer U-Bahnfahrt und einem Marsch von vielleicht 5 Minuten , über die Hintertür war man aber unmittelbar da.
Ich hatte das nicht gewusst.

Einem Freund, den ich auf dem Platz traf,  zeigte ich gleich mein Zimmer 5 und die Möglichkeiten, die darin lagen.

Damit endete der Traum.

16 thoughts on “Das Hufeisen

      1. Früher hatte ich mal eine Zeitlang meine Träume beobachtet, aufgeschrieben und sie für mich interpretiert. Es ist sinnvoll, sofort nach dem Aufwachen Notizen zu machen oder Sprachaufnahmen, um sie später, wenn man Zeit hat, auszuarbeiten, eine halbe Stunde nach dem Aufstehen sind sie andernfalls schon fast nicht mehr greifbar, aber mit den Notizen als “Anker” geht es recht gut und übt sich mehr und mehr.
        Die Zeit war mir wertvoll und sehr erlebnis- und erkenntnis-intensiv, ein Gewinn in jeder Hinsicht, aber man braucht viel ungestörte Zeit dafür.

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          1. Mir war auch so, als hätte ich das schon mal geschrieben 🙂
            Es gibt inzwischen sicherlich auf viele Medieneindrücke, die einem zwischen die eigenen Bilder grätschen, aber andererseits ist man es doch selbst, der sie gespeichert hat, während anderes nicht hängengeblieben ist. Ich denke, auch der “Traum-Ramsch” ist so etwas wie der Spülsaum des eigenen Seelen-Ozeans.

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  1. Nur der Träumer weiß, was der Traum bedeutet. Dennoch gibst du ein paar Hinweise du hast da gefüühl, dass du dein Potential nicht ausreichend nutzt. Beim letzten Raum gibt es einen Ausgang, kompliziert zwar, aber sehr effektiv, zu einem öffentlichen Platz. Und du triffst auch gleich jemanden, dem du deine Gedanken über die mögliche Nutzung mitteilen kannst. Daraus schließe ich, dass du kooperation suchst, um deine Ressourcen besser nutzen zu können, und einen Weg suchst, um ohne Umschweife in die Öffentlichkeit zu treten.
    Zimmer 1 scheint deine u.a. im Blog ständig sich erneuernde Fassade zu symbolisieren.

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    1. Herzlichen Dank Gerda!
      Zimmer 1 ist mein Jetzt.

      Dem Freund auf dem Platz wollte ich eigentlich meinen Reichtum zeigen.
      Gleich einige Räume zu besitzen, die ich effektvoll nutzen könnte, jeden auf andere Weise.
      Was mich zögern lässt im Traum: In Raum 5 ETWA einen Konzertraum einrichten und dann, wenn er nach Jahren fertig wäre, vielleicht kein Interesse mehr zu haben, mich Vollzeit der Musik zu widmen.

      Meine Ressourcen nutze ich oft “kläglich”, so kommt es mir manchmal vor.
      Aber was will ich denn?! Wo will ich hin?

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