Nach dem Jahreswechsel

Ein neues Jahr liegt vor uns.

Kaskade

Für mich ein Anlaß,  Haltungen zu lokalisieren, deren Fehlen mir 2018 geschadet haben.

Um es möglichst einfach herunterzubrechen, denke ich, daß Besonnenheit und Geduld mir gut anstehen würden.
Diese beiden Haltungen durchwirken einige bedeutsame Lebensbereiche.
Um nur zwei Beispiele zu geben:

Besonnenheit ist anzuraten, wenn man wie ich leicht verletzbar ist. Diese Bürde, sage ich mal, trage ich seit ewig mit mir rum. Besser also genauer hinschauen, was einen gerade verletzt und nicht sofort agieren oder den Rückzug antreten.

Geduld ist angebracht, wenn man wie ich wissenshungrig bin und ständig feststellen muß, daß man vieles nicht weiß. Daß man Wissenswertes nicht in sich hineinprügeln kann, sondern geduldig kumulieren sollte.

Mehr als diese Dinge möchte ich nicht nennen.

35 thoughts on “Nach dem Jahreswechsel

    1. Ja, 2019 ist recht gut gestartet!
      Ich hoffe auch für Dich!
      Es ist immer ein bisschen ein Wagnis, sich Vorsätze zu machen. Auch ist es altmodisch.
      Aber wenn Mensch wirklich frei ist, dann ist er auch frei, einiges zu ändern.

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  1. Leicht gekränkt und schon zieht sich die Besonnenheit zurück. Das kenne ich auch gut, lieber Gerhard.
    Diese Dünnheutigkeit haben fast alle in irgend einer Art kreativen Menschen. Es ist schwierig, damit umzugehen, aber mir gelingt es inzwischen meist und das Besonnene, Nachdenkende kehrt zurück.

    Eine dicke Haut wirst Du Dir nicht mehr zulegen können, aber Du kannst immer wieder versuchen herauszufinden, WAS es genau war, was Dich verletzt hat. Nur Rückzug bringt leider nichts und tut uns selbst auch nicht gut. Wir tun uns damit keinen Gefallen.

    Ein gutes Neues Jahr Dir und Grüße von Bruni

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    1. Bruni, danke für deine tollen Worte.
      Meine Dünnhäutigkeit scheint stärker geworden zu sein. Wie überhaupt im Älterwerden sich nicht unbedingt Weisheiten ansammeln, sondern sich alte Konditionierungen neu melden können.

      Ich bewundere jedenfalls Menschen, die sich aus Zurechtweisungen oft nichts machen. Hat das dann nur mit einem geringeren Ego zu tun?

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        1. Sensibilität ist mir irgendwo schon zu eigen, oft zumindest. Oft trete ich aber auch in ein Fettnäpfchen – andere erspüren zu können, kann auch weniger werden, wenn das ego großflächig zu regieren sich angeschickt hat und dann nicht mehr zurück möchte.

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  2. Ein Frohes Neues Jahr wünsche ich. Ja, mehr Besonnenheit (und manchmal auch die Geduld) würde mir auch gut anstehen. Schade, daß man oft gar nicht oder zu schnell reagiert, anstatt erst mal einen Schritt zurückzutreten, daß ganze wirken zu lassen und dann zu entscheiden, wie man es findet. Auf der anderen Seite wäre das Leben dann aber auch erheblich langweiliger. Ach ja, manchmal mehr, manchmal weniger von diesem oder jenem… Ein tolles Bild! LG, Almuth

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  3. Besonnenheit und Geduld sind Tugenden, die wohl die meisten nähren dürfen, wenn auch vielleicht aus anderen Gründen!
    Leicht zu kränken zu sein hat ja seine Ursachen, es ist gut, immer wieder einen Schritt zurückzutreten, um zu schauen, was nur ein Trigger ist und was tatsächlich kränkend, so wenigstens halte ich es.
    Lieber Gerhard, mein letzter Kommentar an dich ist bei Eulenschwinge gelandet, was ich mir so gra nicht erklären kann, das müssen wohl die Perchten gewesen sein 😉
    Wie auch immer noch, ich wünsche dir Gutes im neuen Jahr und wie ich gestern schon bei mir geschrieben habe, auch jeden Tag ein kleines bisschen glücklich sein.
    Herzliche Grüße
    Ulli

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    1. Das wäre doch schon mal etwas! Glücksmomente sind i.d.r. garnicht so selten, man muß sie wahrnehmen und dankbar sein dafür.
      Manchmal spürt man das Gekränktsein nicht, eher unterschwellig, dann kann man nur im Nachhinein sagen: Da hat offenbar so etwas gewirkt.
      Besonnenheit betrifft auch andere Zweige unseres Tuns: nicht voreilig etwas tun. Nicht schnell noch ein Bier, wenn man sich müde und abgeschlagen fühlt ect.
      Da liesen sich mehr Beispiele finden, in denen man ad hoc in gewohnter Weise reagiert.

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  4. Ein gutes neues Jahr wünsche ich dir.
    Ich verstehe dich sehr, denn Geduld ist nicht das, was ich meinen 2. Vornamen nennen kann und mehr Besonnenheit wünsche ich mir oft.
    In diesem Sinne,
    arbeiten wir daran.

    Herzlich,
    Anna-Lena

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  5. ich wünsche dir ein frohes neues jahr. besonnen sein, ja, das ist schon fein, wenn das geht. geht aber nicht immer gleich gut, nicht? “etwas in sich hineinprügeln”, bei der formulierung wirds mir ganz übel. bitte nicht.
    alles liebe und einen schönen abend dir.

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  6. Das Bild ist grossartig ausgewählt. An die eigenartig greifbar machende, reinigende Wirkung, etwas nicht nur aufzuschreiben, sondern die Gedanken lesbar zu verifizieren, habe ich auch zu glauben gelernt. Es wirkt wie ein Meilenstein.
    Ein gutes neues Jahr wünsche ich dir!

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