Roslings Statistiken

Diesen folgenden Post sehe man als Gegenstück zu meinem letzten Post Flying

*

Das Buch “Factfullness” (2018) von Hans Rosling zog unlängst meine Aufmerksamkeit auf sich.
Ich las es in etwa 2 Wochen.
Rosling zeigt in seinem Buch, daß es der Welt “besser” geht als gemeinhin angenommen.
Gleich zu Anfang stellt er dem Leser 13 Fragen, wie er die Welt heutzutage einschätzen würde.

Etwa Frage 10:

Weltweit haben 30-jährige Männer durchschnittlich 10 Jahre lang eine Schule besucht. Wie viele Jahre haben gleichaltrige Frauen die Schule besucht?

Ankreuzen kann man 9, 6 oder 3 Jahre.

In der Tat sind es 9 Jahre!

Die anderen 12 Fragen und Antworten zeigen ebenso, daß es der Welt besser geht als gemeinhin angenommen. Aber was ist dann mit den vielen Missständen, über die man ständig hört?

“Es gibt Dinge, die schlecht laufen und besser werden”.

Diesen Satz gebraucht er immer wieder mal, um sein Credo rüberzubringen: Überall auf der Welt geht es voran. Wenn man die Zustände vor einigen Jahrzehnten in einer bestimmten Region und jetzt betrachtet, gibt es Fortschritt, wenn es auch in armen Regionen noch dauern wird, bis die Lebensumstände der Bevölkerung den unseren gleichkommen.

Rosling interessierte, woher die Annahmen stammen, daß sich nichts zum Besseren wenden würde. In 10 Kapiteln benennt er die Gründe, wieso man gerne in Annahmen verharrt, die vielleicht in den 60ern gültig waren, aber jetzt nicht mehr aktuell sind.
In jedem Kapitel stellt er einen Eyeopener vor, der ihm das Dilemma immergleichen Denkens persönlich vor Augen führte.

Das Buch lässt einen staunend zurück.
Es appelliert, daß man tunlichst Fakten studieren sollte, bevor man sich eine Meinung bildet. Die Zahlen sind jedenfalls da, im Netz abgreifbar, für jedermann.
Das Buch zeigt auch, daß unendlich viele Menschen im Einzelnen dazu beigetragen haben, daß es überall besser, aber nicht immer hinreichend gut geworden ist. Und daß die Dinge in die im Grunde richtige Richtung laufen.
Bezüglich der großen fünf Bedrohungen (Globale Pandemie, Finanzkollaps, 3. Weltkrieg, Klimawandel, extreme Armut) setzt er auf die ungemeine Intelligenz der Menschheit.
Wenn man beobachtet und registriert, was alles zur Zeit entwickelt wird, um die Probleme in den Griff zu bekommen, mag man ihm durchaus glauben!

8 thoughts on “Roslings Statistiken

    1. Es scheint mir, daß viele Bausteine zugleich nach vorne rücken. Schlecht bedeutet hier nicht Standard der reichsten Länder jetzt.
      Wen ein Gesichtspunkt wie etwa Zugang zu Strom und ärztlicher Behandlung dem Zustand von einem ärmeeren europäischen Land der 60er entspricht, dann ist es als schlecht zu bezeichnen.

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