Kurzanekdote

Vor einigen Jahren, es mögen 10 sein, war ich mit 4 Freunden in einer fremden Stadt. Wir gingen zum Bahnhof und da noch Zeit bis zum Zug war, wollte ich noch schnell in einer Bahnhofsbuchhandlung nach etwas Interessantem Ausschau halten.
Ich fragte mich laut, wo denn hier eine “Bücherei” sei.
Eine Frau, die an uns vorbei nach draussen lief, hörte das und wollte behilflich sein. Sie verwies auf ein Gebäude unweit des Bahnhofs.
Ich merkte, daß ich mich in der Wortwahl vertan hatte und sagte ihr, daß ich stattdessen eine Buchhandlung im Bahnhof suche. Die anderen beobachteten die Szene.
“Ich Idiot, was mische ich mich da ein!”, meinte sie! Ihr wurde gewahr, daß sie auf unsere lebhafte, junge Art reagiert hatte und sich offenbar angezogen fühlte. Sie war ein paar Jahre älter als das Gros der “Jungs”, vielleicht Mitte 50, nicht unttraktiv und groß. Jetzt fühlte sie offenbar Scham!
Ich merkte das sofort, wandte mich an sie und bedankte mich für ihre sehr lebendige Art!
“Nein, das war genau richtig! Danke!”. Ich wollte, daß sie so bleibt und  keine falschen Lehren zieht. Das machte ich ihr kurz deutlich.
Sie wirkte sehr verdutzt und nachdenklich. Wir gingen unseres Wegs. Ich denke, daß meine Intervention vielleicht dafür gesorgt hat, daß sie weiter so unbeschwert und jugendlich auf Situationen wie diese reagieren wird. Ich wünschte es ihr.

 

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