
Notizblockzeichnung (10×15) mit nachlassendem Filzstift.
Damit lies sich gut kritzeln, ohne daß die Striche zu stark wurden.

Notizblockzeichnung (10×15) mit nachlassendem Filzstift.
Damit lies sich gut kritzeln, ohne daß die Striche zu stark wurden.
Ich habe nun nachgeschaut, und gefunden, was ich aufgrund deiner Zeichnung ahnte: dass dieses Gesicht einem Menschen gehört, der viel durchlebt und nachgedacht hat. Ich fand auch eine Aussage von ihr, die ich aus eigenem Erleben sehr gut nachvollziehen kann.
“Deutsch war die Sprache, die ich als Kind mit meiner Mutter und die ich später auch mit meinem Mann gesprochen habe. Meine Wiegenlieder waren in deutscher Sprache. Beethoven, Bach und Brahms waren meine musikalischen Ziehväter. …. Ich habe mich von Deutschland distanziert, habe versucht zu vergessen. …..Immer wieder habe ich versucht, ein Verhältnis zu Deutschland zu finden, aber es ging nicht. Dann war ich… bei Martin Buber und erzählte ihm all das. Er sagte zu mir: ‘Aber liebes Kind, Sie müssen nach Deutschland, Sie hassen eine gesichtslose Masse. Sie müssen aber lernen, Gesichter in der Masse zu hassen. Sie können Ihre Kindheit nicht negieren. Sie müssen hinsehen und unterscheiden lernen. Dann können Sie mit der Vergangenheit leben.’ Und ich habe diesen Rat befolgt. Ich habe viele Gesichter hassen gelernt in Deutschland. Aber ich habe auch Gesichter lieben gelernt.”
Und, möchte ich hinzusetzen, es gibt eben auch die vielen vielen Menschen, die ich weder hasse noch liebe, die einfach da sind und dazugehören, der große Graubereich zwischen Hassen und Lieben (wie MMama heute schrieb (http://meinnameseimama.com/2017/12/13/macht-zu-die-tuer-der-tor-macht-weiter/?sn=c&c=3831#comment-3831).
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Martin Buber hatte ich auch portraitiert.
Ich denke, ich habe die Vorlagen aus Herlinde Koelb’s Buch “Jüdische Portraits”, das mich damals nachhaltig beeindruckt hatte.
Mit einiger Verzögerung, mehr als 10 Jahre, las ich unlängst u.a. Max Mannheimers Erinnerungen und auch das neueste Buch über Albert Speer.
Man kann nicht aufhören, sich damit zu beschäftigen.
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Da hast du eine so starke Zeichnung gemacht, dass ich mich sofort auffordert fühle nachzusehen, wer diese Persönlichkeit ist. Und ich überlege, ob ich ihrem intelligenten prüfenden Blick standhalten würde (?)
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Ja, solche Intelligenz hat unbedingten Charme – und ich glaube, sie würde Dich und mich so stehen lassen wie wir sind.
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Sehr gelungen. Ich sehe aber in dem Bild sowohl Männlein und Weiblein. Das Gesicht ist für mich männlich, die Fingernägel aber weiblich.
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Eine Denkerin eben, was mich anzieht.
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Fein gesehen und toll gezeichnet!
Lieben Morgengruss,
Brigitte
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Danke, Brigitte!
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Super Zeichnung! 👍
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Danke. Babsi 🙂
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