Wie schön und stimmig wirkt es, wenn ein Vertreter der biologischen Wissenschaften ein Elektro/Downtempo-Album produziert, das auf den Namen „Emergence“ lautet?
Max Cooper, ein „Computerbiologe“ hat dies mit seinem zweiten Album getan.
„Emergence“ bedeutet ein Mehr als die Summe der Teile, eine Kreation von etwas, das qualitativ darüber hinausgeht.
Max Cooper als Musiker und DJ war mir schon länger ein Begriff. Einige seiner Mixe waren so ansprechend, daß ich mir den Namen gemerkt habe.
Nun also sein 2. Album, in dem die Titel einen Bezug auf Werden und Vergehen aufweisen, etwa in den Begriffen „Seed“ oder „Impermanence“.
Auf dem 6. Track, „Order from Chaos“ sowie zwei weiteren wirkt sehr angenehm die Sängerin Kathrin deBoer mit.
Das Album empfinde ich durchaus als gefällig, aber dabei keinesfalls langweilig. Keine harschen, abrupten Elemente finden sich in ihm, alles ordnet sich organisch, wie es wohl dem Tenor des Albums entspricht.
Über den Link
http://emergence.maxcooper.net/
kann man im übrigen auf einige Videoarbeiten Max Coopers zugreifen, die biologische und systemische Prozesse künstlerisch darstellen. Es lohnt sich!

@kopfundgestalt: Danke für den Hinweis auf die Cooper-Visualisierungen, die allerdings – soweit ich das bisher übersehe – gar nicht von ihm selber stammen, sondern in Kooperation mit anderen entstanden (was sie jetzt nicht weniger bemerkenswert macht).
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Das ist richtig.
Auf dieser Webseite erklärt er in einem “Foreword”, daß er sich um für das jeweilige Thema geeignete Videokünstler bemühte.
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