Zum dreizehnten Mal nehme ich an einem Drabble-Dienstag teil, hier von Puzzle ausgerufen. *
Das rächte sich, daß er so offen war. Hinterher erzählte sie alles Mögliche aus.
Er hatte einst gelernt, daß Offenheit eine Zier sei. Er hatte nämlich zuvor eine Frau gekannt, die von seiner Ehrlichkeit ganz eingenommen gewesen war. Er gab damals mit nichts an ausser seiner Natürlichkeit und Aufrichtigkeit. Es gab nicht vor, etwas Besonderes zu sein.
Daß eine Blösse jetzt dazu reizte, erst recht die Schwächen des Gegenüber zu betonen, das war ihm nicht bewusst.
Naiv war er. So war es der Verdienst der neuen Begegnung, das nächste Mal vorsichtiger zu sein. Nicht mehr Narr und Schussel zu sein.
Ich war unlängst in Italien. Die Zeit dort nutzte ich auch fotografisch.
Das allererste Insekt, das ich am 31. August ablichtete, war folgendes:
Crossocerus spec., eine feine, nette Wespe
Das buchstäblich letzte Insekt, was ich am 14. September ablichtete, war folgendes:
Crossocerus spec.
In den 15 Tagen dort konnte ich dieses sehr spezielle Insekt nur zu diesen 2 Gelegenheiten fotografieren. Dafür hunderte andere.
Merkwürdig nicht?!
Wie groß ist denn da statistisch die Chance?! 1: 350.000 vielleicht oder noch weniger?! Statistiker, kommet mir zu Hülf.
Ich seh schon, solche Fragen stellt sich nur ein abergläubischer Mensch mit recht seltsamem Hobby. Da braucht es Aussenkorrektur! Jemand, der darauf hinweist, daß das ganz schon schräg ist. Aber wer will auch schon normal sein.
Das Grüne Heupferd (hier beim Lecken am Efeu) bewegt sich sehr langsam, im Gegensatz zu allen anderen Insekten, in absoluter Zeitlupe.
Dieses überlangsame Tun fällt sehr auf gegen die ansonsten hyperschnellen anderen Insekten.
Was ist, bei aller Grösse und der Langsamkeit des grünen Heupferds, sein Schutz etwa gegen Hornissen?
Nun, seine durchgängig grüne Farbe! Vielleicht aber auch seine penetrante Langsamkeit.
In einer Welt von Insekten, die in einer Menschensekunde deren 10, 20…erleben, mag die Bewegung des grünen Heupferds unsichtbar sein. Beweisen lässt sich solch eine These von mir nicht, sie liegt aber nahe.