Category: Zeichnung

Tagesgedanken XXVII

Was das Zeichnen betrifft.

Meiner Mutter wollte ich unbedingt den Frauenkopf zeigen, den ich als Knirps mit einem Stecken in den Sand der Strasse gezeichnet hatte. Er war erstaunlich gut gelungen.

Damit ich bereit war, aufs Gymnasium zu gehen, winkte Mutter mit den besseren Möglichkeiten, was dort Zeichnen und Malen betraf.

Ich war gut im Gymnasium, aber zuhause zeichnete ich kaum. Nur als es darum ging, die Schülerzeitung mit Zeichnungen zu versehen, war ich wieder da.

Als Portraitist oder als Entwerfer von Schriften versuchte ich mich späterhin gelegentlich. Auch als Karrikaturist. Natürlich dies alles nur für mich.

Um die Jahrtausendwende hatte ich eine sehr lange Depression. Ausgerechnet eine Zeichnung eines Frauenkopfes half mir nach 18 Monaten überraschend heraus. Wäre das schiefgegangen, wäre ich vielleicht nicht hier.

Erst in den letzten Jahren nahm ich das Zeichnen wieder ernster. Aber auch hier nicht täglich, sondern ab und an.

Im Fallen

Eine sehr schnelle Zeichnung, wohl nur 4 Minuten standen dafür zur Verfügung.

Zur Bedeutung des Zeichnens für mich hatte ich gelegentlich geschrieben.

Es hat in meinem Leben sehr unterschiedliche Bedeutung gehabt, von “vernachlässigbar” bis zu “höchst bedeutsam”.

Eine flugse Studie

Egal wie voll der Tag war …

… es geht zum Zeichnen.

In der obigen 4-Minuten-Studie zeichnete ich einen Mann von hinten.
Insgesamt waren es 12 Zeichnungen an diesem Abend.


Ich tat mich bei den letzten zwei Zeichnungen schwer. Vielleicht war es der neue Block, auf dem ich den Griffel nicht wie gewohnt bewegen konnte. Oder es war schlicht und einfach so, daß ich müde war.

Seht selbst:

Die Füsse korrigierte ich “100 Mal”. Sogar zuhause wollten sie mir nicht recht gelingen.
Auch an der Schulter hatte ich zuhause herumgemodelt.

***

Einer jungen Frau schaute ich zum Schluss auf ihren Block und sprach ein Kompliment aus. Es gibt schon tolle Zeichner und Zeichnerinnen, jede/jeder auf seine Weise.