Category: Persönliches

Tagesgedanken XXVII

Was das Zeichnen betrifft.

Meiner Mutter wollte ich unbedingt den Frauenkopf zeigen, den ich als Knirps mit einem Stecken in den Sand der Strasse gezeichnet hatte. Er war erstaunlich gut gelungen.

Damit ich bereit war, aufs Gymnasium zu gehen, winkte Mutter mit den besseren Möglichkeiten, was dort Zeichnen und Malen betraf.

Ich war gut im Gymnasium, aber zuhause zeichnete ich kaum. Nur als es darum ging, die Schülerzeitung mit Zeichnungen zu versehen, war ich wieder da.

Als Portraitist oder als Entwerfer von Schriften versuchte ich mich späterhin gelegentlich. Auch als Karrikaturist. Natürlich dies alles nur für mich.

Um die Jahrtausendwende hatte ich eine sehr lange Depression. Ausgerechnet eine Zeichnung eines Frauenkopfes half mir nach 18 Monaten überraschend heraus. Wäre das schiefgegangen, wäre ich vielleicht nicht hier.

Erst in den letzten Jahren nahm ich das Zeichnen wieder ernster. Aber auch hier nicht täglich, sondern ab und an.

Tagesgedanken XX

Meine Kamera hat etwa 330.000 Aufnahmen hinter sich. Noch kann sie weiter Aufnahmen machen, denn ein kürzlicher Sturz im Garten verlief glimpflich, sowohl für die Kamera wie auch dem Mann dahinter.

Ich bin gestern erstmals wieder in die Werkstatt gegangen. Es war doch eine Zeitlang her, daß ich etwas in Ton gemacht hatte.

Für eine neue Idee, einen stilisierten Vogel, hatte ich eine kleine Skizze gemacht:

Bin gerade bei der 2. Version in Ton.

Ich hatte ganz vergessen, wie es ist, mit Ton zu arbeiten. Die zig Handgriffe, das Rücken, Räumen, den Umgang mit Brösel und Staub, das ständige Nachbessern der Skulptur und und und.

Tagesgedanken XIX

Ich verweile in einem Biergarten.
Weil ich ihr im Wege stand, sagt ein weiblicher Gast zu mir: “Da wei da wei”.
Diese Geste erinnerte mich an einen Schauspieler, der eine aufdringliche Bewunderin einst mit ähnlichen Worten verscheucht haben soll.

Und so kam ich alsbald mit meiner Frau auf die alte Schauspielergarde zu sprechen.

Ich fing von alten Filmen zu schwärmen an, meist von Literaturverfilmungen. Mir schien, daß so manche Schauspieler von einst “Kawentsmänner” waren, Größen also, die man heutzutage nicht so leicht findet.

Aber vielleicht liege ich da falsch. Ich schaue mir ja nur noch sehr selten aktuelle Filme an. Vor mehr als 30 Jahren aber sog ich Filme mit besonderen darstellerischen Leistungen regelrecht auf.
Diese Zeiten der Schauspielbegeisterung sind für mich offenbar vorbei. Aber vielleicht kommen sie doch noch mal wieder?!

Tagesgedanken XVIII

Ich sitze in einem Café und warte auf die Fertigstellung meines Autos.

Zur Überbrückung war ich auch fotografieren am Schwarzenberg, einer Wohngegend.

506 Fotos konnte ich an diversen Büschen und Sträuchern schiessen. Es war wunderbar.

Ich hatte dabei auch Austausch mit vier Leuten.

Die erste Person , eine 70- jährige Frau, lächelte fein. Ich sprach sie deswegen an, da war sie schon 10 m weiter. Wie es sich herausstellte, hatte die Frau die Blumen am Wegrand erfreut. Es ergab sich ein gutes Gespräch über Lebenshaltung und Psychohygiene.

Der zweite Mann teilte mir in etwas schleppendem Tonfall mit, dass er meine, die Insekten wären am Zurückkommen. Wegen der Reduktion von Glyphosat.

Der dritte war ein ehemaliger Imker.

Die vierte war eine etwas scheue ältere Frau, die sich wunderte, dass ich an den Hecken überhaupt was finden konnte.

Zurück zur Insektenfotografie:.

Ich werde weiter so intensiv fotografieren wie bisher, aber meine Fotos nicht mehr sichten. Zumindest ist das mein Plan.

So gewinne ich ordentlich Zeit !😀

Dennoch ein Bildchen von Sonntag:

Handyfotografie sonntagnachts.

Die Königin der Nacht.

Am nächsten Morgen ist immer alles vorbei.

*

P.S. : Die Autobegutachtung dauerte doch länger – so wurden es 1.249 Fotos.
Nichtsdestotrotz gilt, was ich vorhin meinte 🙂