Category: Persönliches

Lieblich

Diese Schwebfliege hat den deutschen Namen: Liebliche Waldschwebfliege

Dasysyrphus venustus ist der lateinische Name.

Worauf ich bei diesem seltenen Fund vom 10.05. raus will: So manches Insekt in letzter Zeit, das ich fotografierte, hatte das Attribut “Lieblich“.

“Lieblich” ist diese Schwebfliege vielleicht, weil sie irgendwie der Venus von Milo ähnelt.

Ich habe dieses Exemplar durch ansonsten dichten Blätterwald fotografiert.

Bewegungsstudien

Dies ist ein Beitrag zu Myriades Impulswerkstatt, Bild 4.

Meine Art, mich zu bewegen, kann ich kaum wissen. Es sei denn, jemand würde mich ohne mein Wissen filmen und ich sähe mir dann den Film an.
Ich nehme an, ich würde mich dann als behäbig wahrnehmen. Aber stimmt das?!

Unlängst saß ich in einem Eiscafe in einer nahen Stadt und bemerkte in einem zeitlichen Abstand voneinander zwei Frauen, die ich kannte. Es waren zwei Arbeitskolleginnen von früher, vielleicht beide jetzt Ende 50.

Was mir auffiel, war, daß ihre Art, sich zu bewegen, sich im Grunde nicht verändert hatte. Nur waren diese Bewegungen etwas behäbiger, auch hatten sie etwas mehr Gewicht wie vor 10 – 15 Jahren.
Ich glaube nicht, daß Krankheit da eine Rolle spielte.
Sie waren schlicht älter geworden und nicht mehr so flott unterwegs. Dieses eher Behäbige kenne ich von vielen Älteren.

Ich kannte mal eine Frau, der es sehr wichtig war, einen guten und leichten Gang zu haben. Schlurfen, ein wackelnder Gang war sicher nicht ihres. Ich kann diese ihre Haltung gut nachvollziehen.
Ich selbst wäre ja gerne auch leichtfüssig. Doch als Mann gehöre ich zu der Mehrheit derer, die zu wenig dafür tun. So träume ich lediglch davon, flott einher zu schreiten und auch in der Bewegung jugendlich zu wirken.
Noch habe ich keine Bewegungsschmerzen, lediglich ein Sturz letztes Jahr hat etwas an meinem linken Knie verändert, doch das ist unbedeutend. Auch habe ich keine Rückenschmerzen, alles ist da gut.
Vielleicht sollte ich auch flotte, behende Bewegung einüben, es täte mir gut!
“Dann klappt es auch mit…” – nun, das ist Werbung. Aber Knigge würde sagen: Recht getan mit dem Vorsatz.

Schnecken-Geschwindigkeit

Dies ist ein Beitrag zu Myriades Impulswerkstatt, Bild 4 und Mosaikstein „Abgründe“

Welche Abgründe tun sich auf, wenn man das Phänomen Geschwindigkeit betrachtet?
So manche Prozesse im Kosmos brauchen Jahrmillionen, andere im Molekülbereich benötigen so gut wie keine Zeit.
Das versteht und akzeptiert man sofort, auch weil es anorganische Prozesse in der Chemie und Physik betrifft.

Aber im Tierbereich, da denkt man, daß 1 Sekunde wohl gleich 1 Sekunde ist.
Tiere erleben m.E. eine gemessene Zeitspanne, also diese eine 1 Sekunde, unterschiedlich lang.
Wie kann es denn anders zu begründen sein, daß der Weltrekord eines Laufkäfers, im Vergleich zu seiner Größe, 700 km/h beträgt?! Noch dazu, wenn man bedenkt, daß so ein Käfer selbst auf dem glattesten Untergrund trotzdem gefühlt über Stock und Stein zu rennen hat? (Ich machte unlängst ein Detailfoto eines Blatts und darauf sah es wirklich wie ein Müllhalde aus, abgesehen noch von den Häarchen auf dem Blatt).

Das erste Mal sties ich detailliert in einem DLF-Artikel auf das Phänomen “Zeitspanne”: Wie erleben wir eine Melodie, wie nehmen wir eigentlich Bewegung wahr, was passiert da genau im Gehirn?!
Es ist klar, daß das Gehirn einzelne “Momente” verknüpft , einen Zusammenhang baut, Prozesse überhaupt so erst erfahrbar macht. Wir sind letztlich Zuschauer dessen, was uns das Gehirn als Aussengeschehen “bastelt”.

Und da kommen wir wieder auf das Thema “Insekten” zurück. Diese müssen schneller als wir sein, erleben “unsere” Sekunde gedehnter, können viel mehr in dieser erledigen und wahrnehmen. Auch wenn ihr Bewusstsein wohl eine beträchtlich reduzierte Variante unseres Bewusstseins ist.

Auf das Thema Zeit stösst man auch bei der Funktionsweise des GPS. Weil die Zeit in einem Satellit geringfügig langsamer abläuft ( 0,83⋅10 hochminus 8 zu langsam, siehe Einstein), muss diese Diskrepanz zur Erdoberfläche beim Messen des Ortes berücksichtigt werden, sonst ortet uns das GPS an einem ganz anderen Ort und wir könnten die Navigation mit dem Auto vergessen!

Nachzulesen hier

Zu guter Letzt: Nähert man sich dem Ende seiner Lebenszeit, wünscht man sich ein Langsamerwerden der Zeitverläufe. Doch das Gegenteil scheint oft der Fall.
Jedenfalls hat noch niemand eine Methode erfunden, aus einer Sekunde gefühlt zehn Sekunden zu machen!