Category: Makrofotografie

Was tun, wenn es mal kurz nicht regnet…

Ich schnappe meine Kamera und gehe zu den Brennesseln nahe einem Feld, wo ich auf vielerlei Insekten hoffen kann.

Eine “Bunte Graszirpe

Das Dingelchen ist nur 3 – 4 mm lang. Sonne gab es kaum, so bleibt dieser Eindruck dieses merkwürdigen Tierchens.
Es wirkt auch mit dem blossen Auge wie ein “I”. Aber der erfahrene Fotograf vermutet dann doch etwas anderes wie ein “I”.
Das Tierchen ist wohl meine hundertste Neuentdeckung dieses Jahr.

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Was an den Brenneseln auch meist zu sehen ist, ist die Schwingfliege. Ich mag sie sehr, so putzig wie sie ist:

Schwerkraft spielt für diese Dingelchen offenbar kaum eine Rolle.

Tu was Gutes!

Mein Weg führt mich oft an einer Regentonne auf einem Grundstück vorbei.

Dort finde ich des öfteren kleine Insekten, die sich nicht mehr befreien können. Sie rudern wie wild, aber alles vergebens.

Einige befreite ich mit einem Spreisel, den ich unter sie schob:

Diese musste sich erst wieder einigermassen sortieren.

Dieses Flieglein hier bedankte sich, indem es auf meinen Fingernagel lief.

Ich nehme an, daß diese Insekten nicht wissen, daß der Auftrieb aufgrund ihres geringen Gewichts so gut wie nicht vorhanden ist, sodaß sie im Wasser stecken bleiben. Aber selbst Hornissen schaffen das nicht.

Und Münchhausens Trick, sich am eigenen Schopf aus dem Wasser zu ziehen, kennen sie auch nicht.

Japanische Ahornzirpe

Auch dieses Insekt ist neu für mich.

In 2023 habe ich mittlerweile an die 100 Insekten neu kennengelernt.
Daraus abzuleiten, daß es den Insekten gut gehe, ist allerdings falsch.
Vor zwei Wochen lernte ich eine Studie  eines Forscherteams um Professor Jörg Müller kennen, die sogenannte Wetteranomalien mit in die ältere Krefelder Studie über Insektenschwund eingerechnet hat. So etwa den kalten Mai 2023.