Category: Kreatives sonst

Drabble Dienstag – Im November

Wieder nehme ich an einem Drabble-Dienstag teil, hier von Puzzle ausgerufen.
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Erna, die vom Klassentreffen zurückkam, bezeichnete dieses als sehr schön und wohltuend. Aber sie war auch froh, wieder zuhause zu sein.
Dem Mittelalter zugehörig, das waren die allermeisten.
Obwohl, ganz stimmte das so nicht, denn so mancher hatte schon Operationen hinter sich. Die üblichen Sachen: Gelenke und Bandscheiben.

Einige wenige wirkten schon alt. Kein Wunder, dachte Erna, sie hatten ihr Dorf ja nie verlassen. Sowas soll des öfteren vorgekommen sein.

Irgendwie verschieden waren sie trotzdem alle. Es gab kaum eine gemeinsame Klammer. Nur das ungefähr gleiche Jahr, in dem sie ins Leben getreten waren, war das gemeinsame Band.
Sonst nichts.

Partikeltanz

Kunstverein Frankfurt:
Wissenschaft und Kunst, der Versuch einer Annäherung.

Distortions in Spacetime, begehbare Installation der Künstlergruppe Marshmallow Laser Feast

Momentaufnahmen, die sehr einzelnen Besucher gestalten (unfreiwillig) mit

Immerzu im Werden

Diese Installation war besonders, da man sich in einem Glaskubus aufhielt, der ringsum an den Wänden nur so an Lichtbewegungen sprühte.



Warten auf Wiederkunft

Jetzt, im November, dünnt sich etwas das Angebot der Insektenarten aus.

Daher ein Rückblick 2024:

Gemeine Zart-Schwebfliege
Erstmals 2024 gesehen! Irgendwann 2025 werde ich sie vielleicht wiedersehen.

Liebliche Waldschwebfliege – Dasysyrphus venustus
Auch neu in 2024 für mich.

Groß und klein:
Syrphus ribesii und Halmfliege

Groß ist Syrphus ribesii auch nicht, aber im Vergleich zur Halmfliege schon.



Werden und Vergehen

Im Kunstverein Frankfurt wurde eine Arbeit von Alberto Burri gezeigt.

Burri hatte angeregt, ein von einem Erdbeben zerstörtes Dorf, Gibellina, unter einer 1.50 m hohen Schicht aus weißem Zement zu “versiegeln”.

Dieses Werk (Fläche 90.000 Quadratmeter) brauchte sehr lange bis zu seiner Vollendung. Es fehlte zwischenzeitlich das Geld.

Es ist ein Ort der Stille, der Trauer und des Schmerzes.

Mit der Zeit wird auch dieses Material brüchig und wird vergehen.

Es gibt einen Verein, der diesem allmählichen Zerfall (und dem Vergessen) trotzen und den skulpturalen Körper und sein Weiß pflegen will.