Category: Gesellschaftliches

Tagesgedanken XXVI

Das Leben auskosten…was versteht man darunter ?!
Wenn jemand in seinem Leben alles erdenkliche ausprobiert hat, alle möglichen Erfahrungen gemacht hat, dann gilt das Leben gemeinhin als “ausgekostet”. Dann ist man gottseidank “lebenssatt”.
Es gibt aber Leute, deren Hunger und Durst hört nie auf. “Aus”-gekostet ist in so einem Fall das Leben nie, es bleibt immer ein Rest.


Und was ist das auch für eine Einstellung, daß das Leben unbedingt “ausgeschöpft” sein muß?

Eine recht gängige Vorstellung, wie mir scheint. Es wird daher viel gereist, man will bestimmte entlegene Stellen auf der Erde gesehen haben, das hat man dann auf dem persönlichen KONTO, wenn es körperlich nicht mehr gehen soĺlte. Man lehnt sich dann wohl wohlig zurück, denn diese Orte hat man quasi intus.

Wird es so sein?

lch glaube eher nicht.

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Tagesgedanken XXV

Wieso versuche ich eigentlich konkrete Plastiken in Ton herzustellen, bei denen es im Prinzip auf Genauigkeit ankommt? Ein mir bekannter Künstler, Rene Vogelsinger, nutzt dafür spezielle Plastikplatten, die er zuschneidet und zusammenfügt. Da biegt sich nichts von allein, da entstehen keine Dellen, es entstehen durch das Schwinden des Wassers keine Unebenheiten, es zerrt nichts hier und dort beim Trocknen und und und.
Nun, es ist eben mein Werkstoff.

Ausserdem transportieren meine konkreten Werkstücke ja schon allein die Idee einer geometrisch sauberen Struktur. Jeder sieht die Idee, kann sie sehen und somit ist sie in der Realität. Ein mir bekannter Künstler hatte einst eine Partitur in den Sand gelegt. Das geschriebene Werk war also präsent und existent, wenn auch nicht gespielt. Aber wer kann sagen, daß dieses Sandkunstwerk keine Musik darstellte/wiedergab?! Es muß ja nicht eigens zu Gehör geführt werden.

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Meine andere Leidenschaft neben der Keramik gilt dem Zeichnen, in verschiedenen Formen.
Eine liebgewonnene ist die Aktzeichnung:

Das ist eine 3-Minutenstudie. Nur das Wesentliche betont und auch nicht völlig ausgeführt.

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Tagesgedanken XXIV

Wenn ich einen Bekannten in der Stadt sehe, grüsse ich denjenigen meist bzw. halte ein Schwätzchen.
Gestern traf ich zum 3. Mal innerhalb kurzer Zeit den Organisator des Aktzeichnens, an dem ich teilnehme.
Immer scheint er etwas pikiert, er hat es offenbar nicht gerne, “erwischt” zu werden.

Kürzlich war ich auf der Beerdigung eines Klassenkameraden. Dort ging ich -erstmals eigentlich – nicht auf die Leute zu, die ich vielleicht 4 – 5 Jahre nicht mehr gesehen hatte. Ich lies sie kommen. Mir war dort einfach klar, daß mein “ständiges” Auf-die-anderen-zugehen auch etwas Unterwürfiges hat, ein sich unterordnen.
Ich bin zwar keine Grösse in Wirtschaft, Kunst oder sonstwo, habe aber trotzdem etwas vorzuweisen. Daher muß ich nicht der erste sein, der immer kommt und “um Beachtung bettelt”.

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Im Moment bin ich in einer guten Phase in der Keramik. Ich entwickele zur Zeit nach einer gewissen Serie bald etwas Neues, um auch da eine kleine Serie hinzulegen.
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Jemand hatte mal gemeint, daß ich hier ja nur Bilder zeige. Also Fotos von Bienen. Keine Texte.
Erstens stimmt das mit den Bienen nicht, ich zeige keine Honigbienen, weil es denen gut geht, im Gegensatz zu manch anderen Insekten. Und zweitens kann ich Texte schreiben, was ich ja hiermit auch tue.
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Im Moment lese ich ein Buch über Überzeugungen und wie sie zustande kommen können.
“Philipp Sterzer – Die Illusion der Vernunft.”
Ich muß zugeben, daß das Buch manchmal trocken wirkt, aber Sterzer legt gekonnt den Finger auf die Wunde, nämlich wieso es uns oft schwer fällt, Überzeugungen, speziell “irrationale”, aufzugeben.

Vielleicht dazu mehr in einer weiteren Folge meiner “Tagesgedanken”.

Drei von ihrer Art

Die gallische Feldwespe ist recht häufig in unserem Garten. Sie haben Keramikkugeln bezogen.

Odynerus heisst die nächste Art. Recht klein und durch das breite schwarze Band auffallend.

Die nächste ist eine Exotin:

Die Orientalische Mauerwespe Sceliphron curvatum

Noch einige weitere Wespenarten sind auf der Goldrute zu finden gewesen. Doch die zeige ich ein anderes Mal 🙂