Category: Gesellschaftliches

Zwiegespräch

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Lehrer
grob
hauchen.

*

“Die da oben bauen doch nur Sch..!”
Horst, sei nicht so grob!

Also gut, Else: “Die da oben bauen doch nur Mist!” Und hauchte: “Aber nur, weil Du es bist!”

Horst, Du bist doch Lehrer, müsstest doch wissen, daß alles nicht so einfach ist, eher kompliziert, komplex, multikausal, verwoben, verstrickt…!

“Ich WILL es aber einfach!! Einfach … einfach!”

Das möchte ich doch auch, Horst!
Mach mal bitte den Abwasch, das Geschirr steht schon einen Tag im Guss.

Alex Müller in Nürnberg

In der Kunsthalle Nürnberg war bis einschl. 1.10.2023 eine Werkschau von Alex Müller zu sehen.

Die folgenden 4 Fotos habe ich aus dem Pressebereich. Fotos: Rainer Kradisch, Nürnberg

Rechts sieht man eine der Arbeiten von Alex Müller, in der sie “kunstfremde” Materialien verwendet hatte:

Endlich Dick 1, 2023
Satin, Füllwatte, Holz ,Zweiseitig 188 × 116 × 30 cm

Die Motive wurden offenbar mit einer Art Nähmaschine gesteppt.

Dies ist eine “Espressomalerei”:

“Die vier Musterschüler”, 2019

*

Dieses Werk könnte man auch der klassischen Moderne zuordnen:

Das Flüstern des Sekretärs, 2013

Zuletzt zeige ich noch einen Raum, bei dessen Betreten eine Rezitation erklang. Deren Text ich gerne wüsste.

Eine Art Zusammenfassung 😀:

Die Kunsthalle, frisch renoviert, zeigt substantielle Gegenwartskunst.

Die von Alex Müller gezeigte Kunst hat uns jedenfalls sehr beeindruckt. Ihre Kreativität trat aus allen Poren der Wände.

Kann man Kunst lassen?

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Vorbote
abgrundtief
ersetzen.

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Er erkannte den Mann nicht. Der hatte sich gerade seiner Frau als alten Bekannten vorgestellt.
Erst so nach und nach dämmerte ihm, wer er war.

Ein Künstler war er, einst mit großen Ambitionen. Zu Recht. Denn er hatte es raus.
Aber das war offenbar “einmal”.

Es gab eigentlich keinen Vorboten dafür, wieso er plötzlich die Kunst aufgegeben hatte.

Jetzt hatte er Berührungsängste mit ihr, ihn schauderte regelrecht. Er lehnte sie keinesfalls abgrundtief ab, aber sie war quasi ausserhalb von ihm, nicht mehr zu ihm gehörig.

Konnte er sein einstiges reiches künstlerisches Talent durch irgend etwas ersetzen? Es sah nicht danach aus.
Kann man ohne Kunst leben, wenn man doch einst für sie brannte?! Wie geht so etwas?! Wie geht das?

Extravagant wirkte der noch junge Mann auf ihn. Verspielt irgendwie. Leicht auch…

Doch als er ihn später nochmal zufällig sah, wirkte er wie versteinert.

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143 Wörter

Lernfähig sein

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Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Vorbote
abgrundtief
ersetzen.

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Wie ist es, wenn man zur Aufklärung angehalten wird?

Man versucht meist, nur das Offensichtliche zuzugeben, etwas, was breit und lange schon offen liegt.
Und selbst das weithin Offene ist ja auch nicht allen bekannt! Wieso also das nicht allen Bekannte extra noch mal zugeben?

Viele wollen ja auch nichts wissen vom Verderbten. Sie möchten ihre Ruhe haben. Sie wollen ihre Tradition weiter pflegen.

Was aber, wenn als Vorbote eines Sturms sich jemand anschickt, doch etwas in die Öffentlichkeit hinein zu pressen?! Kann man dann den Sturm noch wehren?
Am besten wartet man den Sturm mal ab!
So abgrundtief wird der doch auch nicht toben?! Oder?! Ist meist eh nur eine kurze Angelegenheit.

Ausserdem: Eine teure Statue ist schnell entfernt. Was setzt man denn dann dort anstelle der Statue hin? Etwa ein Merkmal der Schande?!?! Das wollen doch sicher die Mitglieder nicht. Das wäre eine Entweihung des Ortes!. Nein, ersetzen muß man die Statue anders. Wie wäre es, den Vorvorgänger oder den Vorvorvorgänger zu verewigen? Von denen ist definitiv nichts bekannt – woher auch.

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173 Wörter