Category: Gesellschaftliches

Mehrdeutigkeit

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Die Worte sind diesmal von Christiane selbst:

Fingerhut süsslich fluchen

*

Vor etwa 30 Jahren erntete ich in NY Gelächter, als ich in einem Geschäft nach einem Pflaster verlangte, der Inhaber mich aber auf den Arm nahm und einen Blaster andeutete.

Innerlich fluchte ich, denn so etwas Einfaches nicht richtig ordern zu können, kratzte damals etwas an meinem Selbstbewusstsein.

Ähnlich klingende Begriffe, aber auch Begriffe mit mehrfacher Bedeutung können irritieren:
Eine Bank ist etwa zum Sitzen, beschreibt aber auch ein Geldinstitut. Sagt man: “Er ist eine Bank!”, so meint man, daß auf ihn Verlass ist.

Ein Fingerhut ist eine Pflanze und ein Hilfsmittel beim Nähen.

Als süß kann ein hübsches junges Mädchen bezeichnet werden, aber nicht in ihrem Beisein, sonst reagiert sie süsslich sauer oder noch ablehnender.

Es gab mal in Nürnberg vor längerer Zeit eine Ausstellung zu Gesten. Welche Gesten sind in welchen Ländern üblich, was sagen sie jeweils aus?! Da kann man manchmal richtig schief liegen.
Aber selbst schon bei der Aussprache von ganz und gar örtlichen Dialekten kann man ziemlich daneben liegen. Mir wurde jüngst gesagt, daß mein angeblicher Heimatdialekt inkorrekt ist. Da war ich baff. Vermutlich hatte ich ihn so “erfunden”?!
Wie dem auch sei: Mehrdeutigkeit ist auch sonst nicht aus der Welt zu kriegen. Das ist aber ein anderes Thema …

Aida Muluneh

An dem Tag, an dem ich in Frankfurt im Taunusturm die Ausstellung von Elizabeth Catlett ( (1915–2012) goutierte, war mein zweites Ziel das Fotografie-Forum in Frankfurt, fast am Römer gelegen.

Die äthiopische Künstlerin Aida Muluneh bestrich dort auf andere Art wie Catlett das afroamerikanische Selbstverständnis.

Was sie tut, ist in meinen Augen Konzeptfotografie. Sie inszeniert fotografische Momente, in rätselhafter, aber sehr prägnanter Ausdrucksweise.

Ich war sehr angetan.

Wer mehr sehen möchte, bitte hier klicken.

Andreu Alfaro

Was im Tower-MMK im Taunusturm Frankfurt zu sehen war, berichtete ich im letzten Blogpost:
Das eindrucksvolle Werk von Elizabeth Catlett ( (1915–2012).

Davor befindet sich im Park dieses Werk von Andreu Alfaro.
Ich bin nach all den Jahren nicht müde, es zu bewundern.

Elizabeth Catlett

Die Webseite der Museen Frankfurts enthält 37 verschiedene Stätten.
Ich suchte mir für einen Besuch 2 Museen aus.
Der eine davon war das MMK-Tower, im Taunusturm.
Berauschend war das, was ich im 2. Stock vorfand: Das ungemein eindrucksvolle Werk von Elizabeth Catlett ( (1915–2012).

Ihre Arbeiten thematisieren Ereignisse der afroamerikanischen Geschichte als auch deren Menschen in ihrem unmittelbaren Sein. 

Hier kann man Näheres erfahren.