Category: Etüden

Lose Biere

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Krisenmodus
faul
empfehlen

Wow, Hans, das 5te Bier, in so kurzer Zeit!

Das fährt mich runter, Rolf, das tut gut.

Ja dann.

Hans hatte bald das 8. Bier. Faul war er nicht beim Ordern. Rolf war beim zweiten, das war die Menge, die man gemeinhin höchstens empfahl.

Hans muss wohl im Krisenmodus sein, dachte sich Rolf. Aber er wirkte so keinesfalls. Putzmunter war er und voller Esprit! Ein Magnet! Allseits beliebt!

Elfriede hatte Rolf kürzlich gesteckt, dass Hans das schon Jahrzehnte so hält. Zwar erinnerte sich Rolf an den alten Ludwig, den man nicht anders als betrunken kannte und der ein wahrhaft biblisches Alter erreicht hatte, aber dennoch machte er sich Sorgen. Das nächste mal wollte er Hans dann doch ins Gewissen reden. Aber auf das Wie kam es dabei an. Und da war er ziemlich unsicher! Er brauchte ihn weiterhin als Freund. Verderben wollte er es sich nicht mit ihm.

Nein, er wollte das weiter beobachten. Das ist das richtige, dachte er sich.

Hysterie

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Krisenmodus
faul
empfehlen

Hysterie. Das war mal eine berühmte Krankheitsbezeichnung, zu Freuds Zeiten. 
Ständig im Krisenmodus.

Jean-Paul Belmondo spielte mal eine solche Figur im Film. Ständig auf Achse, von Event zu Event unterwegs, 1000 Dinge erledigte er am Tag: Traf Freunde, machte Geschäfte, kaufte ein, war bei einer Auktion dabei, was auch immer. Für Schlaf kaum Zeit.
Faul sein ist etwas anderes! Hätte er Tagebuch geführt, wäre er auf eine unglaubliche Anzahl an Einzelaktivitäten gekommen. Reicher kann ja ein Leben nicht sein, zumal er ja unter der “Hetze” keinesfalls litt, er genoß das sichtlich!

Freunde im Film empfohlen ihm dennoch, kürzer zu treten, doch er brauchte das, er war sozusagen ein Junkie.

Plötzlich war die Leinwand des Films schwarz. War etwa der Film gerissen?!

Nein, in der nächsten Szene trug man den Protagonisten hinaus – das Herz hatte nicht mehr mitgemacht. Es war vorauszusehen gewesen.

Ja, was denn nun und wann?!

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Krisenmodus
faul
empfehlen

Die Ehe der beiden ist wohl fast am Ende, so wie die sich streiten, Hans.

Else, die sind schon länger im Krisenmodus.

Weiß ich ja. Was kann man ihnen denn empfehlen?

Da bin ich eigentlich zu faul. Ich habe ihr mal eine Paartherapie empfohlen, doch er will davon nichts wissen.

Vielleicht ist sie ihm zu teuer?

Glaube ich nicht. Die erste Stunde wäre kostenlos gewesen, hätte ich ihnen geschenkt.

Ja dann.

Ihre Freundin Elke hatte ich auch schon angeschrieben. Doch die hat grad andere Sorgen.

Ja dann.

Dieter brauchst du nicht zu fragen, der mag sie nicht, schon lange nicht.

Ja, dann.

Ja, was dann?!

Jetzt bist Du dran, lieber Leser!
Ran an Ideen, zumindest eine ab und an.
Ich kann, erzähle es aber später, irgendwann!

Die Kräfte des Mondes

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Krisenmodus
faul
empfehlen

Das Rund des Monds war zu erahnen, die Sichel war von Licht gestreift. Schön hing das Rund im Himmel, wie eine Waage, schwer, eine wahre Konstante. Fast physisch greifbar, aaach! Wie im Traum! EIn Juwel!

Früher achtete er kaum auf ihn. Er war ein rationaler Mensch gewesen, alle Gefühlsduselei war ihm fremd.

“Dir entgeht was. Ich empfehle dir einen Mondkalender, der erklärt dir deine täglichen Stimmungen” , sagte einst Erika, seine Arbeitskollegin.

Frech war sie, wie immer, diese Erika!! Eminent faul war sie auch, manchmal war er im Krisenmodus, wenn er mit ihr zusammenarbeiten musste. Alles musste er ihr haargenau auseinanderklabüstern.

Da passierte es eines Tages, daß er sich ausgerechnet in eine Frau mit Sinn für Esoterik verliebte.
Er sah sie auf einem Konzert und war von ihrer Ausstrahlung ganz weg. Sie schien die Freude selbst!
Das mit ihren Überzeugungen erfuhr er erst später von ihr, da war er aber schon völlig gefangen.

Nun änderte er seine rationale Haltung grundlegend, auch natürlich dem Mond gegenüber.
Erika hätte, wenn sie das gewusst hätte, gesagt: Na siehste!