Dieses etwas unscharfe Foto zeigt die Rotbeinige Wegwespe – Episyron rufipes, ein Tierchen, was ich noch nicht kannte.
Ein nervöses Tier ist das!
Es ist schnell unterwegs, unstet, bewegt sich nicht mit Grazie, sondern irgendwie abrupt und schwer vorherzusehen. Sie hastet, noch dazu scheinbar ohne rechten Plan.
Ihre schwarzweiße Zeichnung ist “edel” und hebt sie hervor.
Details sind unten zu sehen: Sie verfügt auch über “Kämme” an den Vorderbeinen.
Durch ihre schiere Rastlosigkeit gab es nur wenig deutliche Fotos.
Die Flügel scheinen “unter Elektrizität zu stehen”, so “wirr” stehen sie weg.
Ich verstehe mehr und mehr Entomologen, die bestimmten Tieren Eigenheiten zuschreiben. In ihrem Flug, in ihrem Verhalten, was auch immer.
Nach der Schirn ging es zum naturkundlichen Museum Senckenberg. Da gab es eine Ausstellung “Stadtinsekten”.
Leider teilte man uns mit, daß das Museum bald schliesse. Das war ärgerlich, schon um 16:37 gab es den ersten Aufruf, an das Ende um 17:00 zu denken. Wir verzichteten, denn es gab auch keine Ermässigung für Senioren. Lediglich den Bookshop schauten wir uns an, der war gut.
Zurück ging es mit der U-Bahn zum Dom, wo es das “Fotografieforum Frankfurt” gibt.
Die dortige Ausstellung gab mir aber nichts.
Sonst hatte ich ja in diesem Hort der Fotografie gute Erfahrungen gemacht.
Nur wenige Jahre nach der Unabhängigkeit Marokkos 1956 entwickelt sich in Casablanca ein pulsierendes Zentrum kultureller Erneuerung. Die SCHIRN präsentiert das einzigartige und einflussreiche Wirken der Casablanca Art School.
Ich hatte mir von dieser Ausstellung wenig erwartet, wurde aber angenehm überrascht. Schon der Eingang zeigte demonstrativ die vielen Stationen der Entwicklung dieser Schule.
Sogleich fiel mir ein recht originelles Gemälde in der dreitafeligen Übersicht auf:
Das war absolut nach meinem Gusto.
In der folgenden Werkschau dieser Schule fielen mir besonders die Namen Bert Flint (1931–2022), und Mohamed Melehi (1936–2020), vermutlich durch die Klangfarbe desLetzteren Namens und der Bedeutung von Flint..
Bert Flint spielte in den 60ern eine große Rolle in der Ausrichtung der Schule.
Künstlerische Einflüsse aus westlichen Metropolen wurden mit Elementen des während der Kolonialzeit verdrängten traditionellen Erbes kombiniert.
Das wirkt sehr eigenständig und auch frisch, obwohl z. Teil schon 60 Jahre alt.
Aus Metall getrieben.
Auch eine sehr feine Arbeit, die mich ansprach.
Wegen dieser und ähnlicher Arbeiten, die der konkreten Kunst zuzuordnen sind, dachte ich im Vorfeld an Designarbeiten, doch dem ist nicht so. All diese Arbeiten waren spannend!
Zu guter Letzt eine Arbeit, die mir sehr auffiel:
Ich versuchte eine kleine Version davon im Gästebuch.
Die Spannbreite der Arbeiten lagen zwischen den frühen Sechzigern und den späten Achtzigern.
In der Schirn in Frankfurt gab es eine Ausstellung von Werken von Selma Selman:
“Flowers of life” wurde extra für die Schirn konzipiert..
In regelmässigen Abständen schlossen sich mit lautem Getöse die Blüten, die aus Mehrschalengreifern bestanden.
Im Hintergrund die Künstlerin auf einer Leinwand, zudem eine Filmarbeit präsentierend.
Die Bedeutung der Blüten ist mehrschichtig. Einmal wirken sie rein unmittelbar. Zum anderen stellen sie die Resilienz der Frauen der Rom*nja dar, zu denen die Künstlerin gehört.