Author: kopfundgestalt

Perilampidae

Die Perilampidae sind 1,3–5,5 mm große Erzwespen.

Ich entdeckte sie erstmals in diesem Jahr auf Efeublättern:

Auffällig die porige Verschalung des Tiers.

Hier zeigt es sogar den Fotografen nebst Sonne

Putz muß sein! Übrigens ist hier nichts gerissen an der linken Schulter.
Das sieht immer so aus.

Hier macht es wieder zu.

Von der Seite aus gesehen auch ganz nett.



Gustav Metzger

Das Tower MMK Frankfurt zeigte eine Retrospektive des Künstlers Gustav Metzger, der eigentlich kein Künstler im herkömmlichen Sinne war.

Eine Plastikfolie, in einem Raum ausgelegt.
Wagte man, diese Folie zu lüften, was ja gewöhnlich in einem Museum niemand wagt, dann bekommt man eine historische Aufnahme, zumindest in Ausschnitten, zu sehen:

Man kann sogar diese Fotografie betreten und wäre so “mitten im Geschehen”.

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Die weiteren Arbeiten im MMK dieses großen Mannes waren verrätselt und ohne Hintergrundwissen schwer zu deuten. Sie waren geradezu vielschichtig angelegt. Es verwoben sich viele Dinge miteinander.

Ohne eine Führung oder ohne Vorbereitung ist man überfordert, man kann die Intentionen von Metzger nur falsch verstehen.
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Jedenfalls erlebte ich einen großartigen Tag dort – dank der Führung. Die ich noch zusätzlich genoß, als ich die Ausstellung schon besucht hatte.

Tagesgedanken XXXVIII

Jemand aus der Jazzvereinigung fragte mich: Fotografierst Du immer noch Insekten?

Ich war drauf und dran, eine gedrechselte Erklärung dafür anzubieten. Denn mir schien gerade da die Diskrepanz zwischen Jazzliebe und Insektenliebe gewaltig.
Mir fiel erstmal nichts ein!

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In einer Gruppe von Schmetterlingsbeobachtern kam plötzlich Physik ins Spiel.
Ein Alpinist hatte beobachtet, daß eine Alpenblume Besuch von allerlei Insekten bekam. Die gleiche Art von Blume ringsum bekam keinen Besuch.
Er fotografierte die Wiese mit einem Filter, sodaß nur die Wellenlängen ins Spiel kamen, die für den Menschen nicht sichtbar sind!
Und siehe da: Die von vielen Insekten besuchte Blüte leuchtete als einzige, strahlte also reines UV-Licht aus. Was die Insekten anzog. Denn UV-Licht signalisierte hier deutlich Nektarproduktion.

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Man stellte im Frühjahr 3 Bilder des großartigen Künstlers Dieter Stein vor, sozusagen als Teaser für die Ausstellung zum 100. Geburtstag, die dieser Tage in Würzburg gezeigt wird.
Mir fiel auf, daß eines der Bilder beschädigt war!
Große Aufregung!
Es stellte sich dann heraus, daß dieser Makel schon vor der Schenkung von privater Seite ans Museum vorhanden war.
Mein “Insektenblick” hatte dafür gesorgt, daß das diskutiert wurde.