Author: kopfundgestalt

Ungereimtes und Unverstandenes


Jan Vermeers “Dienstmagd mit Milchkrug” (Kunstkalender 2002 von Harenberg)

Der sehr kleine Tisch vor dem Fenster, der nicht der Wand folgt (!), ist übervoll mit allerlei Waren.
Das Licht fliesst selektiv auf einige der Gegenstände, wie etwa dem Blau eines Tuchs, das sich auch im Rock der Magd findet. Am Boden etwas zu finden, das wie eine Kaffemühle aussieht. Oder wie ein Nachttopf in einem Behältnis.

Letzthin schaute ich einen Krimi (oder besser einen kleinen Teil davon).
Die Frauen in dem Stück sprachen ungewöhnlich schnell und zugleich deutlich.
So etwas tut man, wenn man weiß, was man sagt, aber nicht, wenn man eine Aussage erst gerade entwickelt. Schnelles Nuscheln geht allerdings immer.
Nun kann man sagen: Diese “Rattersprache” war einer bewussten Dramaturgie geschuldet!!
Schauspiel soll ja – offenbar – gerade nicht der Realität entsprechen?!
Das ist allerdings neu für mich. Ich dachte bei Schauspiel immer an “Authentizität”.

Vielleicht bin ich von vorgestern.

Fuchsrot

Jetzt war ich vorgestern etwas malad.

Aber ein paar Schritte hinaus gönnte ich mir dann doch.
Natürlich nicht ohne meine Kamera. Denn mir könnte ja was Besonderes begegnen.

Die untere Biene jedenfalls ist nicht ohne:

Ihr Rot sehe ich als Rotgrünschwacher jedenfalls deutlich. Natürlich niemals so deutlich wie ein Normalsehender, das kann ich mir abschminken, aber dennoch…das ist doch schon was!

Fuchsrote Lockensandbiene – Andrena fulva

Deutlichere Fotos gibt es nicht, denn die Biene wurde rot und gab mir den Laufpass.
Wenn schon Annäherung, dann schicklich – und nicht mit der Tür ins Haus.

Drabble -Der Menschliche Körper

Gerne nehme ich wieder an einem Drabble teil, hier von Puzzle initiiert.
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Man muß eine Vorstellung von den Längen haben, den Proportionen, wenn man sich anschickt, ein Modell zu zeichnen. Gerade sogenannte “Verkürzungen” machen Probleme, wenn bei Draufsicht sich Körperteile verkleinern oder vergrössern, wenn sie schrumpfen oder gigantisch werden.

Beim Modellieren eines Körpers, den man dazu umrundet, gilt eher Umgekehrtes: Jede neue Position zeigt einem, was man aus der vorhergehenden Position falsch gemacht hat. Ausschlaggebend ist kritisches, unvoreingenommenes Schauen.
Feinheiten sollte man tunlichst nicht vorzeitig ausprägen, zunächst mit einem ungeformten, groben Körper spielen. Und erst, wenn er insgesamt stimmig ist, feiner werden. Das fällt vielen nicht leicht, gerade, wenn die Zeit rennt.

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100 Worte.