Author: kopfundgestalt

Kleine Beobachtung

Gerda hat auf diese Überschrift kein Patent angemeldet, also benutze ich sie mal ungeniert. Wenn sie dann doch Einwände hätte, dann würde ich ” Unbedeutende Beobachtung” wählen, was ja auch im Grunde stimmt.

Ich beobachtete gestern eine Gehörnte Mauerbiene beim Nestverschluss:

Das 2. Bild geschah um 11:59, das nächste dann um 12:04, 12:09 und nach einer Pause 12:59.

Die Biene kam etwa alle 40 Sekunden angeflogen und setzte neue Lehmklümpchen ins Bild.

Ich war über das Tempo erstaunt. So schnell verschliesst solch ein Tierchen dauerhaft sein Nest!

Und was macht die Biene, wenn ihr Werk fertig ist?!

Nicht viel, denke ich.
Nach all der Aufregung und all der Mühe geniesst sie ihr Leben, reist von Blüte zu Blüte und bedenkt des Abends ihr dargebrachtes schöpferisches Tun!
Zurückkehren zur Röhre tut sie im übrigen nicht. Alles geht da ja drinnen alleine seinen Gang, ganz ohne sie. Im Herbst entwickeln sich darin neue Mauerbienen. Diese verlassen die Niströhre erst im nächsten Frühjahr.
Ihre Mutter ist da aber schon lange, lange nicht mehr da.
Nach dem Nestverschluss lebt sie nur ein paar Wochen noch.

Staubiger Geselle

Manchmal denkt man von sich schlecht, eher es andere tun.

Aber was sonst sollte dieses Omen bedeuten, daß sich eine Briggs Fleckenflügelige Staublaus auf meine Brille setzt?!

Staub würde sie auf dieser Brille schon finden, das gewiss. Vielleicht aber auch Fett, da ich mit meinen Fingern manchmal versehentlich drüberstreiche.

“Das machst Du auch so schon”, meinte Erna! Wischt Dir deine Finger nicht ab, sondern benutzt gleich das Nächste damit.
“Ich habe halt nichts zur Hand!”
“Und was ist mit diesen Tüchern? Die stehen nur einen Meter von Dir weg.”
“Ja, im Rücken”.
“Gleich gebe ich Dir auf deinen Rücken!”

Daß das immer gleich so ausartet! Hätte ich nur nichts erwähnt von dieser Staublaus.
Das war ein erster Fehler, gleich am Morgen.
Ich denke halt nicht für zwei.

Abgeholt, für gut befunden

Dieses Doppelwandgefäss hatte ich auf Wunsch einer Kundin angefertigt.
Es wurde vor etwa 10 Tagen abgeholt.

Es war letztlich eine gute Übung für mich, hatte ich doch in der weiteren Vergangenheit viele ganz unterschiedliche Doppelwandgefässe angefertigt, bloß in den letzten wohl drei Jahren nicht mehr.

Wenn man eine Technik für sich entwickelt hatte, die funktioniert, ist es gut, sie ab und an zu praktizieren.

Geheimnisse um unsere Flatterer

Das UV-Lichtspektrum können wir nicht sehen. Insekten aber sehr wohl. Neben all den Farben, die wir sehen, haben sie diese zusätzliche Farbe als Information.

Manche Schmetterlinge werfen UV-Licht von ihrem Körper zurück, strahlen es ab. Und manche nicht oder sehr schwach.
Das heisst: Sie leuchten im UV-Bereich oder eben nicht.

Was ist die Strategie dahinter?

Entweder werden Fressfeinde wie Hornissen dadurch erschreckt oder es dient einem sozialen Zweck innerhalb der Art. Das sind die naheliegende Antworten. Denn UV können nur wenige Lebewesen wahrnehmen.

Dieses “Zurückwerfen” des UV-Anteils des Sonnenlichts wird vermutlich durch spezielle Mikrostrukturen auf den Schuppen erzeugt.
(Ich hatte mal ähnliches gelesen, als es um die Farbe von Rosen ging. Dort sorgen winzigste Noppen auf der Blattoberfläche und noch kleinere Rillen in diesen Noppen für den Effekt einer satten Farbe.)

Mitgehörte Info von Dr. Robert Hock, Würzburg