Anfang 2024 dachte ich noch, die Insektenfotografie würde sich bald für mich erschöpfen. Es sei denn, ich würde nach Korea oder Japan reisen, um neue Arten zu finden. Gefehlt. 2024 war ein erfolgreiches Jahr. Und 2025 setzte da an.
An heimischen Hecken, keine 100 m von mir entfernt, fand ich dieses Tierchen im Mai 2025:
Kleine Spannerraupen-Schlupfwespe – Ophion minutus
Irgendein Dämon will, daß ich diesem Hobby weiterhin treu bleibe.
Wieso dieses sehr kleine Tierchen Graue Breitfuß-Schwebfliege heisst, entzieht sich meiner Kenntnis.
Jedenfalls hat es sich kunstvoll, ja künstlerisch präsentiert. Auf einer Wolfsmilch-Blüte.
Noch etwas ist auffällig: Dieses winzige Tierchen hat im Verhältnis zum Körper einen großen Saugrüssel. Das zeigt, wie wichtig der Natur – bei der (äh) Konzeption – die Nahrungsaufnahme war.
Mir geht es gut, ich habe gestern nach einer halbjährigen Pause wieder am Aktzeichnen teilgenommen und 15 Studien, mehr recht als schlecht aufs Papier gebracht – was dann auch meinem Schlaf ab 1 Uhr gut getan hatte – denn da war viel los, richtig viel in diesen Traumgeweben.
Doch um zum Titel zurückzukommen, der ja wirklich erklärungsbedürftig ist: Der Insektennarr hat im April gleich zwei Arten einer Düstersandbiene fotografieren dürfen, zum ersten Mal in seiner noch jungen Fotografiekarriere.
Grauschwarze Düstersandbiene – Andrena cineraria
Glänzende Düstersandbiene – Andrena nitida
Ich hoffe, es gefallen Euch beide. Von den Aktzeichnungen gestern Abend zeige ich nichts oder höchstens mal ein Bein.
Ausgewogen sollen Artikel sein: Text und Fotos sollen gleichermassen Gewicht haben. Sonst ist immer eine Fraktion enttäuscht.