Author: kopfundgestalt

Erworben

Wir waren Samstag und Sonntag auf einem Markt.

Ich nutzte die Zeit, bei anderen Ausstellern etwas zu kaufen.
Insgesamt gab ich mehr als Doppelte aus, was wir selbst einnahmen.
Zu unserem Erwerb gehört obige Zwetschgenskulptur.

An diesem Markt nehmen wir trotz der interessanten Künstler nicht mehr teil.
Ich hörte von einer Frau, die Kunstpostkarten zum Preis von 1€ noch herunterhandeln wollte (Ich stelle diese Karten demnächst mal vor).
Das ist in etwa der Geist, der dort herrschte.
Eine weitere Frau wünschte uns wortreich gute Geschäfte und bedauerte von sich aus die Kaufunlust von Menschen in diesen so schweren Zeiten, so wie sie jetzt eben leider sind. Sie selbst kaufte natürlich nichts.

Das Wichtigste war, daß es am Sonntag trotz Ankündigung nicht schüttete, sodaß wir ohne die vom letzten Markt erlebte Reinigungszeit am Montag und Dienstag auskommen werden.
Begossene Pudel waren wir trotzdem.

Eine fast unendliche Zeit

Seit mehr als 100 Millionen Jahren gibt es Schmetterlinge. Sie entwickelten sich aus mottenähnlichen Geschöpfen.

Ein Morpho war frisch geschlüpft. aber die Entfaltung eines seiner Flügel ging schief.

Ich hatte ähnliches mal bei einem Ameisenlöwen erlebt und jüngst bei einer Libelle.

Hier im Schmetterlingshaus mag vielleicht einer der Wärter helfen. Die haben Erfahrung damit.

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Dieses phantastische Tierchen ist auf einer Kinderjacke gelandet, was beweisst, daß Farben – noch dazu in unserem Spektralbereich – wesentliche Signale darstellen.

Dryadula phaetusa 

Hemmung

Beim Fotografieren fiel mir der Begriff “Hemmung” ein (Mein Kopf geht eigene Wege).
Man kennt “”Hemmung” vielleicht vom Schachspiel. Da geht es darum, eine der gegnerischen Figuren in ihrer Wirkung einzuschränken. Man zieht ihr Kraft ab, man lässt sie nicht so agieren, wie sie gerne würde.
Man vermindert ihre Kraft. Man erschöpft sie oder man gibt ihr artfremde Aufgaben.
Manchmal reicht genau das alleine, um eine Schachpartie zu gewinnen.

Hemmungen gibt es auch im Alltag. Sie können sich ganz verschieden zeigen, ist doch der Begriff ziemlich “weich”.

Manche Hemmungen meines Lebens erinnere ich.

Eine meiner Hemmungen war körperliche Gewalt. Ich konnte das nie und kann das auch jetzt nicht.
Auch wenn mich jemand angriff, war ich wehrlos.

Als Junge spürte ich, daß mir da was fehlt. Also versuchte ich mich mal darin, einem Jungen den Arm auf den Rücken zu drehen. Gefallen hat mir das nicht, es war merkwürdig falsch und war ausserdem eine “sterile” Übung.

Drabble – Ein Bruch, eine Flaute

“Nun sei mal locker!”

Horst meinte es gut, aber nach einer heiteren Gemütslage war mir nicht: Ein Teil meines Kaffegeschirrs war mir gerade umgefallen.
Unlängst hatte ich ein Objekt draussen umgestossen, weil es nahe am Maschendraht stand.

Ich hatte ihn etwas hochgezogen, neu gerichtet und dabei das Objekt kippen lassen.

“Ist doch nicht schlimm. Daß etwas kaputt geht, gehört zum Alltag”.

Aber ich hatte soviel Zeit darin investiert und dann diese Unachtsamkeit!

“Dann baust Du eben ein neues Objekt!”

Horst hatte gut reden! Seit einiger Zeit juckt es mich nicht mehr in den Fingern.
Eine Flaute in meinem keramischen Tun.

××× 100 Worte ×××

Zum 21. Mal in diesem Jahr nahm ich somit an einem Drabble teil, hier von Puzzle initiiert.

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100 Worte.