Drei stilisierte Pferde habe ich in Ton geschaffen, zwischen dem, was ich sonst noch anliegt: Haushalt, Hof, Garten , Geselligkeit. Etwa auch:
Den Worldcup im Schach verfolgen. Da kämpfen 256 hochkarätige Spieler fast einen Monat um einen einzigen Platz, nämlich die Karte fürs Kanditatenturnier, die letzte Stufe vor dem Weltmeistertitel.
Was ich auch heute bemerkte, ist, daß einstige Größen, die auf die 40 zugehen oder darüber sind, große Schwierigkeiten haben, weiter zu kommen. Erfahrung gegen superschnelle Auffassung.
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Grégory Privat gab ein Piano-Solokonzert in Rottenbauer bei Würzburg. Dort war ich am Sonntag mit meiner Frau.
Ganze 85 Minuten dauerte das Matinee.
Das Konzert war einzigartig. Als Jazz konnte man es nicht einstufen, es war eine Art Hybrid.
Der 39-Jährige aus Martinique bot in der Tat ein Feuerwerk an musikalischen Einfällen. Hinterher traten viele an, um dem Musiker nochmal persönlich zu huldigen. Meine Frau tat das nicht. Es gab keine Worte – und sich da einreihen wollte sie keinesfalls. Was ich sehr verstehe.
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Ich habe fast vergessen, wie lang es dauert, eine Skulptur in Ton zu versäubern. Eine fast endlose Arbeit. Man entdeckt immer wieder unsauber verlaufende Linien oder Flächen.
Am Wasserdost im Wald ergab sich ein Katz-und-Mausspiel zwischen mir und der Spanischen Flagge. Immer wieder flog der Falter davon. Kam entweder im großen Bogen zurück oder saß weiter weg irgendwo und bequemte sich nach ein, zwei Minuten, wiederzukommen.
Nach etwa einer Stunde hatte ich den Falter endlich vermeintlich gut fotografieren können.
Auch schön: Versteckt und durchscheinend
Auf dem Wasserdost reitend
Was für einen breiten Saugrüssel die Spanische Flagge hat.
Und nun hatte ich den Falter eigentlich am Schluss am günstigsten, aber:
Etwas blass und unscharf. Er macht es einem nicht leicht, ihn gut zu erwischen!