Author: kopfundgestalt

Ja, was denn nun?

Im November letzten Jahres machte ich folgende Aufnahme am Efeu:

Die rechte Antenne der Schlupfwespe ragt ins Grün eines unscharfen Blatts hinein. Alles wie normal.

Bloß liegt das Blatt näher zur Kamera hin, liegt also wie ein Dach über der Wespe:

Eine zweite Makroaufnahme zeigt, daß auch der linke Rand des Blattes, auf dem das Insekt sitzt, ins Grün hineinragt, nicht nur die rechte Antenne.

Solche Beobachtungen macht man gelegentlich,…wenn man genauer hinschaut.
Ich erinnerte mich an diesen Sachverhalt, weil kürzlich Joachim Schlichting eine Sinnestäuschung vorstellte.

zwei Töpferwespen

die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Diese hier habe ich im Garten im Juli fotografiert. Ein sehr schnelles Tier, deshalb schwer adäquat zu fotografieren. Enmenes coronatus Körperlänge 12 – 17 mm

Diese Töpferwespe hatte ich einst 2017 auf den Kanarischen Inseln, mit einer kleinen Kamera (!), fotografiert.

Rhynchium Oculatum, maximal 30 mm lang.

Man beachte die großen Augen.
Es verhielt sich längere Zeit still, ich konnte sie mehrmals fotografieren.

Ich erinnere mich noch an die Situation. Wir saßen in einem Eiscafe, da schwirrte dieses Tier herum und setzte sich auf dieses trockene Blatt.

Ich habe sie danach ab und an gesichtet, aber bei der Futteraufnahme ist sie ebenso schnell wie die viel kleinere Töpferwespe oben. Und sehr leicht zu irritieren, dann ist sie im Nu weg, keine Fotos mehr.

Ein Besuch im Keramikmuseum Westerwald

Am Dienstag fuhren wir nach Höhr-Grenzhausen, um einigen Bedarf für die Werkstatt einzukaufen.

Es war regnerisch, die Hinfahrt für uns ungewohnt mühsam. Wir sind eben Autobahnverkehr nicht mehr so gewohnt.

Nach den Besorgungen blieb noch Zeit für das dortige Keramikmuseum. Das ist für uns ein Muß.
Nach einem leckeren Kaffee nebst Kuchen stöberten wir alte Kataloge durch, von denen mir gerade die “Exponate-Reihe”, also die Vorstellung von Jahrgangs-Absolventen der hiesigen Staatlichen Fachschule Keramik interessierte.
Nun blieben nur noch 40 Minuten für die aktuellen Ausstellungen.
Dennoch gelang mir ein eindrückliches Gesamtbild.
“Keramisches als Kunstform”.

Einige Werke möchte ich vorstellen.

Zunächst ein Blick in den Raumbereich, in dem die neuen Exponate der Jahrgangs-Absolventen zu sehen waren:

Tilda Yoo

Inspriationen der Südkoreanerin bei Spaziergängen im Westerwald

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Laura Bouyer ist dagegen durch die nepalesische Bergweld inspiriert worden:

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Da ich einige Jahrgangshefte erworben hatte, konnte ich mir ein Bild von der großen Gabe der jeweilgen Absolventen machen.

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Zurück nun zum Eingangsbereich der Ausstellung:

Eine Arbeit von Marit Tingleff

Beate Kuhn: Löffelplastik

Ich bin um die Löffelplastik herumgwandert

Diese Arbeit gefiel mir ausserordentlich

Man muß das können können 😉

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Der Weg führte dann hinein in ältere Bestände

und dann in einen Bereich, in dem technische Keramik und ihre Finessen erläutert wurden.

Für sich genommen recht spannend. Daß Keramik in vielen Bereichen eine Rolle spielt, ausser der Keramik in den Ersatzzähnen, war mir nicht so bewusst.

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Zurückgekehrt in den Anfangsbereich sah ich einen extra Raum mit Arbeiten von Franz Josef Altenburg.

Erneut zurück, zum dritten Mal, am Eingangsbereich der Ausstellung:

Die Oberflächenbeschaffenheit der Rückseite der großen Faltung des nächsten Bilds:

Dann ein etwas dunkles Stück: Song Zhifeng Endstation

Das folgende Stück ist heiter und gefällt mir in seiner gewollten Unregelmässigkeit:

Kyra Spieker Klang II

Das letzte Foto in meiner Reihe: Hauchzarte Konstrukte

Diesmal Initialen

Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist.

Diesmal ein Entwurf zu meinen Initialen

In Ton sieht das dann so aus:

Arbeit daran zwei Tage.
Das Ausrichten und Versäubern hier machte fast 90 % der Arbeit aus.

Ich habe noch weitere solche Arbeiten vor. Auch wenn das schon eine mühsame Arbeit ist.