
Unser Dorfpfarrer war ein schrecklicher Kerl. Er predigte die Hölle und war selbst voller Fehler, brutal und übergriffig. Mir riss er mal das Ohr ein.
Mich hielten seine Visionen in Atem.
Da ich als Junge nicht mehr in seine Kirche gehen wollte, zog ich es vor, in eine Kapelle auswärts zu gehen und dort den Sonntagvormittag zu verbringen.
Mich schickte im Grunde ein Gelöbnis dahin, Gott zu ehren.
Irgendwann viel später schilderte ich jemand aus dem Kirchenkreis mein Trauma. Endlich brachte ich das zur Sprache. Man untersuchte damals Missbrauch, aber der fand ja in dem Fall auf vielfältige Weise statt.
××× 100 Worte ×××
Zum xten Mal in diesem Jahr nahm ich somit an einem Drabble teil, hier von Puzzle initiiert.
Ich finde das eine wunderbare Gelegenheit, Erlebtes bündig, sehr bündig und gleichzeitig verständlich rüberzubringen versuchen.
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100 Worte.



